Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 12. (Budapest, 1959)

Dr. SZÖKEFALVI-NAGY ZOLTÁN: Kováts Mihály orvos, a magyarországi természettudományos ismeretterjesztés egyik úttörője (1762—1851)

ZUSAMMENFASSUNG Miihály Kováts (1762—1851) ist einer der ungarischen Wissenschaft­ler, die als Bahnbrecher die naturwissenschaftlichen Kenntnisse zu verbreiten bemüht waren. An seinen Namen knüpft sich die Ver­öffentlichung in ungarischer Sprache des ganzen Stoffes der Chemie (1807—8) an, von bleibendem Wert sind aber auch seine Werke im Bereiche der übringen Zweige der Naturwissenschaften. Ganz besonders hoch einzuschätzen ist, dass Kováts, auf um­fassende naturwissenschaftliche Kenntnisse, wie, auch auf sein triebhaft materialistische Weltanschauung gestützt, die Fähigkeit besass, aus der Fülle der vielen naturwissenschaftlichen Richtungen jene zu wählen, die später dem Wandel der Zeiten gewachsen war. Er bekämpfte scharf die Alchimie und vermittelte in Ungarn als erster in eingehender Weise die Kenntnis antiflogistischen Chemie. Ebenso war er es, der als erster die Lehren des Mesmerismus und der Homöopathie in seinen Schriften widerlegt hatte. Auch gegen abergläubische Volksibrüuche kämpte er lebhaft. Aller Mittel und Wege der Aufklärung bediente er sich: er ver­fasste Tabellen über erste Hilfe. Arzneimittelbücher auch für den häuslichen Gebrauch, er übertrug ins Ungarische die besten auslän­dischen Publikationen über Erziehung zu einer gesunden Lebens­führung. Die erste Übersetzung ins Ungarische der Makrobiotik von Hufeland, dieser gelungensten populären Schrift des XVIII. Jahr­hundertsende über „die Kunst, das menschliche Leben zu verlän­gern", stammt aus der Feder von Kováts (1798). Als Gelehrtem brachte ihm den görssten Ruhm sein Werk über Fragen der Mineralogie ein (1822). Viele wissenschaftliche Vereini­gungen im Auslande nahmen ihn in die Reihe ihrer Mitglieder auf. Auch die Gesellschaft Ungarländischer Gelehrten (die heutige Un­garische Akademie der Wissenschaften) nahm es zum Anlass, Ko­váts in 1832 zu ihrem korrespondierenden Mitglied zu wählen. Um diese verschiedenen Wissenszweige in ungarischer Sprache behandeln zu können, musste Kováts zunächst den Wortschatz der naturwissenschaftlichen Fadhausdrücke im Ungarischen schaffen. Er zog zu diesem Zwecke den Wortschatz des Volkes heran und es gelang ihm in jedem Zweige der Naturwissenschaften einen Vorrat an ungarischen Fachausdrücken zu bilden, der leicht ins Ungarische einzufügen gewesen wäre. In seinen letzten Lebensjahren veröffent­lichte Kováts ein grosses naturwissenschaftliches Fachwörterbuch. Seine Wortbildungen bezeugen ein gesundes Sprachgefühl und gleichzeitig gediegene Fachkenntnisse, trotzdem übergingen die von

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