Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 10-11. (Budapest, 1958)

übernahm, da wurde er zum ausschliesslichen Wisser des „ge­heimen Namens". In Babylonien erbte Marduk, nach der Entthro­nung von EMU, die die Macht über die Welt verleihenden Schick­salstafeln, darum durfte Ea vom „geheimen Namen" auclh weiterhin Kenntnis haben. Als aber der Osiris-Kult in Ägypten zum ge­dankan des nationalen Gotteskönigtumes und der tamnischen Auf­erstehungslehre führte, muss te sich die Kenntnis des „geheimen Namens" diesem anschliessen. Die Re-Legende (Papyrus Turin) entspricht diesem Erfordernis und Isis lernt den „geheimen Na­men" kennen. Hierdurch wird sie zum Kenner der Magie. Ver­fasser bespricht ausführlich die mit der Isis zusammenhängenden Beschwörungsformeln. Ein weiteres magisches Element im Heilverfahren war, dass die Gottheit die Arznei schon zur Zeit ihrer Zubereitung mit Zauberkraft ausstattet. Im Interesse der Heilung vermag sich aber die Gottheit, nach Auffassung der Ägypter, auch unmittelbar einmischen (z. B. die Aretologie des Serapeums, die Heilungen des Gottes Chons). Der Verfasser ist der Ansicht, die ägyptische Heilkunde habe mit der Empirie begonnen, die magischen Elemente seien späteren Ursprungs. Die magischen Element haben erst zur Zeit der Pto­lemaiden die Heilkunde durchdrungen. Gerade aus diesem Grunde bewahrte die ägyptische Medizin ihre Entwichlungfähigkeit und schuf die erste umfassende Konzeption des Blutkreislaufes (Siehe: die beiden Herzbücher, Pap. Ebers und Pap. Berlin). Die durch Grapow und seinen Mitarbeitern durchgeführten philologischen Analysen der medizinischen Papyri, gaben auch den Medizinhistoriker Möglichkeit zum ausführlichen Studium der altägyptischen Heilkunde. Die Vorschläge von Ebbeli können wir nicht für berechtigt halten. Wenn die altägyptische Krank­heitbegriffe laut Ebbeil wirklich Asthma, Herpers tonsurans, Pterygium, Skorbut, Gonorhöe, usw. bedeuten möchten, dann hätte ja ein jeder altägyptischer Arzt selbst den Vesalius weit überschritten. Solche Krankheiten bestanden warscheinllch auch im alten Ägypten, das bedeutet aber noch keine Diag­nose. Jahrhunderte früher waren Appendizitiden, je man et­was über ihrer Pathogenese und Diagnose wusste. Man könnte jedenfalls annehmen das einige Symptome der oben erwähnten Krankheiten in Altägypten erkannt wurden. Es handelte sich jedoch um einen Sammelbegriff. Blutharnen

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