Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 3. (Budapest, 1956)

Prof. FRANZ KISS: Stephan von Apáthy als Neurolog

sowohl an der Peripherie (die individuelle Innervation der Zellen betreffend), wie auch im Zentrum. 11. Schlussbemerkungen Werfen wir noch einen Blick auf Apáthys Lebenswerk und seine Kämpfe. Am Ende des vorigen und zu Beginn dieses Jahrhunderts musste sich Apáthy neben seiner produktiven und reproduk­tiven Begabung auch mit viel Mut bewaffen, um seine Ergeb­nisse beharrlich vertreten zu können. Eine wirklich bahn­brechende schöpferische Tätigkeit konnte ja weder in der Vergangenheit, noch kann sie in der Gegenwart ohne For­schermut entfaltet werden. Mit seinem letzten grossen polemischen Artikel (Anat. An­zeiger. 1907). die er an Cajal richtete, hat eigentlich Apáthy seine wissenschaftliche Tätigkeit beendet. In der letzten 15 Jahren seines Lebens finden wir den grossen Streiter nur mehr auf der sozialen und politischen Walstatt. Warum hat er die wissenschaftliche Arena verlassen? Aufrichtig gestan­den auch ich gehörte denjenigen seiner Schüler an, die ihn wegen dem Aufhören mit einer wissenschaftlichen Forschun­gen angeklagt hatten. Heute, am Ende meiner langen wissen­schaftlichen Laufbahn, übe ich deswegen keine Kritik an ihm. Der Mutter (sei ein Mensch, oder ein Tier) ist ihr Kind am meisten ans Herz gewachsen. Sie gab ihm einen Leib aus ihrem eigenen Leib und Leben aus ihrem eigenen Leben. Dem Gelehrten, oder Künstler sind seine wis­senschaftlichen Ergebnisse oder künstlerischen Schöpfun­gen die liebsten Kinder. Diesen widmet er das beste, was er an geistiger und körperlicher Kraft besitzt. Die Mutter (Mensch oder Tier) ist beinahe zu allem fertig, wenn sie ihr Kind einer Gefahr ausgesetzt sieht. Oft opfert sogar ihr eigenes Leben für das Kind auf. Meine Erfahrung zeigte mir, dass die Gelehrten oder Künst­ler dreierlei Weise reagieren, wenn man ihre Geisteskinder ungerecht angreift oder unterdrückt. Die eine Gruppe zieht

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