Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 3. (Budapest, 1956)

Prof. FRANZ KISS: Stephan von Apáthy als Neurolog

sich lenkenden Arbeiten begann. M. v. Lenhossék, der von 1890 bis 1899 an schweizerischen und deutschen Universitäten arbeitete, schloss sich der Neuronenlehre an und wurde — bedauerlicherweise —• bis zu seinem Tode ein scharfer Geg­ner seines grossen Landsmannes, Apáthy. Die ungarischen Morphologen — mit der Ausnahme von Apáthys Schülern — nahmen keine offene Stellung ein, oder wandten sich gegen Apáthy. Da liegt die Ursache der Tatsache, dass nach dorn Tode Apáthys (in 1922) bis auf den heutigen Tag weder die Akademie der Wissenschaften, noch ein anderes wissenschaft­liches Forum dem hervorragendsten Forscher der ungarischen Morphologie, dessen schöpferische Tätigkeit unvergängliche Resultate gezeitigt hat, nämlich Stefan v. Apáthy, keine sei­nem Verdienst würdige Biographie gewidmet hatten. Nach dem Tode Apáthys schoben die damaligen Mitglieder unserer Akademie der Wissenschaften die Aufgabe einander zu und wiesen schliesslich in meiner Gegenwart den Nachruf mit dem Einwand von sich ab, über Apáthy liesse sich nichts wesent­liches sagen! 1 Die Anerkennung gebührt der Ungarisch — Sowjetischen Gesellschaft, dass sie diese Aufgabe selbst 33 Jahre nach dem Tode des grossen Mannes nicht aus den Au­gen verlor und in 1955 Anlass gab, in ihren Räumen in Buda­pest und Szeged je eine Gedenkrede über Apáthy zu halten. Diese wurden von Prof. emeritus B. Farkas, dem ältesten Mitarbeiter Apáthys, von G. Kolozsváry, Professor zu Szeged, als einem Schüler von Apáthy und Nachfolger- von Farkas, und von mir gehalten. 2 1 Apáthy war nie ein ordentlicher Mitglied der ung. Akademie. 2 An dieser Stelle möchte ich der Lands-Bibliothek für Ge­schichte der Medizin, die ebenfalls in 1955 eine Apathy-Gedächt­nisfeier unter Leitung von Direktor Á. Palla hielt, meinen Dank auszusprechen. Diese Institution gab als erste in Ungarn der vor­liegenden kurzen Zusammenfassung in ihren Veröffentlichungen Raum. Nun hoffen wir, dass ein Weg zu einer ausführlichen Bio­graphie gebahnt wird, welche alle Seiten von Apáthys Tätigkeit, als unsere äusserst wertvolle fortschrittliche Tradition, in ent­sprechende Beleuchtung stellen dürfte.

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