Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 3. (Budapest, 1956)
Prof. FRANZ KISS: Stephan von Apáthy als Neurolog
Nach diesen Vorläufern trat Apáthy auf, der das System der Neurofibrillen in Wirbellosen und einigen Wirbeltieren mit nie gesehener Schärfe und in nie geahnten Zusammenhängen darstellte. Im Laufe von Apáthys Forschungen kam zur Entwicklung das Problem der Neurofibrillen schnell und er demonstrierte seine stets neueren Resultate der Reihe nach in Vorträgen an internationalen wissenschaftlichen Sitzungen und in seinen Mitteilungen in verschiedenen Sprachen. Wie er selbst sagte, fand er dieses Problem so verlockend, dass er die monographische Bearbeitung der Hirudineen im Golf von Neapel und im Bajkalsee unterliess trotz der vieler schönen Abbildungen, die er schon zu diesen Arbeiten anfertigt hatte. In der Vollendung dieser Monographien wurde er auch durch die Angriffe und heftige Debatten innerhalb und ausserhalb Ungarns gelähmt und wurde durch diese verstimmt. Der holländische Prof. J. Boeke hat in einem voriges Jahr an mich gerichteten Brief selbst noch heute sein Bedauern zum Ausdruck gebracht, dass Apáthy diese Arbeiten nicht zu Ende führen konnte. Unter seinen Arbeiten bezüglich der Neurofibrillen ist derjenige Band am bedeutendsten, den er in 1897 in den Veröffentlichungen der Zoologischen Station zu Neapel mitgeteilt hatte. In diesem Werk fasste er seine sämtlichen bis dahin erreichten Ergebnisse schriftlich und an seinen eigenhändig verfertigten sorgfältigen Abbildungen zusammen. In Neapel und Klausenburg wurde Apáthy von zahlreichen Gelehrten aus dem Auslande besucht. Durch die eifrige Tätigkeit dieser Gelehrten und anderer Forscher begann sich auf der ganzen Welt eine weitreichende neurologische Forschung zu entfalten, in welcher der Einfluss Apáthys eine wesentliche Rolle spielte. 3. Die Entwicklung der Neuronenlehre Gleichzeitig mit Apáthy standen zwei andere grossen Neurologen, der Italiener Golgi und der Spanier Ramón y Cajal auf dem Höhepunkte ihres Ruhmes. Wie bekannt, stellt Golgis Methode die ganze Nervenzelle mit ihren Fortsätzen dar, doch