Allergnadigst-privilegirte Anzeigen, aus sammtlich-kaiserlich-königlichen Erblandern. 5.Jg. / Hrsg.: von einer Gesellschaft. - Wien, Ghelen, 1775.
V. Jahrgang 1775
ja <r í; ét I feine Earp^tifefrett Äefudje, mit man? cfycríep íöefabr, biá ín baá jwep unb fwanjigfte 3aí)r, alle Sommer unb ^erbfte fort, ohne in fo langer %ät, ben mtnbeftcu <8ea>tnn ober föort^cií baoon ju erhalten ; fonbern bagegen lauter Schaben , fowobl an /einen Seibeáfráfién , alá auch an feinem Vermögen ju erfahren , inbem er als ieá , waá er ben SBinter über burch feine^)anbarbeit gewonnen , imSonif nur unb 4?erbf? auf feine Earpattfdje Reifen notbwenbig oerwenben mußte; biá er enbiid) im 3<il;re 1771. im SKonathe <!>ctobet jum tejtenmal f)im gieng, unb nid>t mehr jum 2>orfchein fam. Unglucfiicherireife befd^ioß er fein Seben bort jwifcben ben ungeheuern Seifen, ivo ihm entweber ein gall, ober, weil eá fo fpdt im Sfahre ges wefen , unb auf eine fchone ^ßittei rung , pl^ltd) ein häufiger Schnee auágefalíen if? , ber Srotf unb bie Ädlte bin lejten Üteft gegeben haben mögen. Unb fo faub biefer gute Sßiann , welcher eben in ber bfící)t eine fo weite Dieife gemacht hatte, nad) vitlt jáhrígem unb muhfamen Suchen , anffatt ber Scha^fammer, in biefem öebirge, feinen Xob, wotton man erfi im folgenben jähre oergeivißert wurs be ; nadjbeme bep einem Seifen fein (Berippe unb einige Stüde oon feinen oermoberten Äldbern gefunben wors ben ftnb, ^>ierauá főnnen wir beutlich gc^ nug fehen, woburch auch 2luál4nber bewogen werben, baá Earpatifcbe Oes birge ju befuchen f unb waá mancher babep oor 2l6ftd;ten habe? <Sá finb 1 i' 21 -V p i, J3 Ä aber auch nedj mehrere Urfachcn, tva? rum biefeá gefchehen fann, unb ofts malen in ber Xhat nnb wirflich gefdjiehet. (HS giebt in tiefen (Bebirs gen allerl>anb Suiftetge, burch weis ehe man auá Pohlen, ödjlefien unb tna^reu tf^cííé ju guß, theiíá auch, an einigen Orten, ju Spferbe, biá nach Ungarn fommen fanu. 3Die 2iuáiaus ber , beneu bergleidjen 8 l^|feige bes fannt ftnb, wählen ju ihrer Oíeife biefe oiellit^er, alá bte orbentlid^en íanbfrrajTen; inbeme fte baburch (weil bie Steige um ein merflicheá geraber unb fúr^er ftnb) öiele unb^uhe bep ihrer Üieife erfparen fönnen. So balb nun, befonberá in betten alten Reiten, ein ^auer, ein Sdjaafbirte, ober ein 3áger, eitteá folchen reifen^ ben Sluálonberá gewahr würbe ; fo crjíaunte er bep feinem 2lnbli(f ; weil er eá nicht entwickeln fonnte, waá ein fold)er SDíenfd) allba für Perrich? tungen haben, unb waá ihn in biefe 6es genb ju fommen bewogen haben möje? 3n biefer Verwirrung machte er ben ubereilten Sd?luß, baß pintér biefer Sache eíivaá oerborgeueá jíecfen muß^ te; unfr baß biefe grembltnge, ohne erhebliche unb widrige Urfache in biefe wilbe öegenb nicht f4men, eá auch nicht anberá fepn fönute, aiá baß fte heimliche Sibftifen babep hegten, unb uná unfere Schöße unb beá föolbeá, bie fte burd) stonberep an ftch jágen, beraubten. 9)?it einem Sporte : man 6iiöeCe ftch ein,nnb glaubs te eá fefíigltd): biefe Srembe wáren öc^tüaejíunfíler. (2>te ^octfeijung folgt.) S 3 ) } j i Q (