CS. SÓS ÁGNES: ZALAVÁR—KÖVECSES AUSGRABUNGEN 1976—78 . ANHANG. ISTVÁN VÖRÖS KNOCHENFUNDE / Régészeti Füzetek II/24. (Magyar Nemzeti Múzeum Budapest, 1984

VII. ANHANG

Das gemeinsame Vorkommen mehrerer Rinderrassen wird in Zalavár-Mosaburg durch die Varibialität der Rinderknochen und ihrer Widerristhöhe bzw. dadurch wahrscheinlich gemacht, dass sie abweichenden Körper­grössen-Kategorien angehören (Vörös 1982). Der allem Anschein nach einheitlichere Kuhbestand gehört der klei­nen und mittleren Körpergrössen-Kategorie an, die Ochsen der makromedialen ; die Stiere dagegen sind heteroge­ner: sie gehören der kleinen, mittleren und der makromedialen Körpergrössen-Kategorie an. Die Aufteilung des Rinderbestandes nach Geschlechtern gestaltet sich interessant: von den ausschliesslich aufgrund von Knochenabmessungen und Knochenabmessungsverhältnissen (Nobis 1954), bzw. von Knochen­schlankheit und -skulptur bestimmten, messbaren Knochen gehören 68 Stück (63%) Kühen an, 5 Stück (4,6%) vor der Geschlechtsreife kastrierten Ochsen und 35 Stück (32,4%) Stieren. Wegen der hochgradigen Fragmentie­rung der Knochen stehen mehr messbare und geschlechtlich bestimmbare Hornzapfen oder Röhrenknochen nicht zur Verfügung. Abmessungen und Skulptur der Knochenfragmente weisen jedoch eindeutig auf das dominante Vorkommen von Exemplaren mit kleinem Körper- und Knochenaufbau (Kühen) hin. In Kövecses konnte aus den Abmessungen der geringen Anzahl messbarer Rinderknochen festgestellt wer­den, dass 3 von Kühen, 5 von Stieren stammen. 2.2. Kleinwiederkäuer In Kövecses können die Kleinwiederkäuer durch die Abmessungen von 20 Stück (18,34^ Knochen charak­terisiert werden. Aus Hornzapfen, humerus, radius und metapodium waren die Rassen bestimmbar, weshalb in der Tabelle der Abmessungen neben den Knochenabmessungen auch der Name der Gattung steht (Ovis-O, Capra-C). Die weiteren postcranialen Knochen und Knochenabmessungsdaten beziehen sich zusammenfassend auf die Kleinwiederkäuer. In Kövecses hat es beide Gattungen der Kleinwiederkäuer, Schafe und Ziegen gegeben. Im Siedlungskomplex Zalavár-Mosaburg repräsentieren die Hornzapfen der Schafe aus dem 9.-10. Jh. zu­mindest zwei Schaferassen, bzw. findet man auch die Hornzapfenvariante von kastrierten (oder von Vitamin­mangel leidenden? ) Tieren der einen Rasse, wahrscheinlich der mit den schneckenförmigen Hörnern. Die Spitzen der Hornzapfen fehlen im allgemeinen. I. Der dicke schneckenförmige Hornzapfen biegt sich seitlich-schräg nach hinten, ist in der Schnecke stark gebogen, windet sich nach innen. Die stark gefurchte frontale Platte ist breit und flach mit scharfer mediofron­taler Kante; medionuchal leicht, laterofrontal stark gewölbt. Abmessungen (mm): Sex n X min. ­max. Diff. grösster Durchm. 99 4 45,00 44 ­47 3 dd 6 53,00 51 ­56 5 kleinster Durchm. 99 4 32,50 32 ­33 1 dd 7 39.71 35 ­44 9 Basisumfang 99 4 124,00 120 ­130 10 dd 6 152,50 140 ­162 22 1/1., Hornzapfen kastrierter (oder von Vitaminmangel befallen gewesener? ) Exemplare. Nicht schnecken­förmig, sondern nur leicht „säbelartig" gebogener, nach innen gedrehter Hornzapfen mit dicker Basis. Er hat eine orbitofrontal stark, medionuchal leicht gebogene Hornzapfenwand. Auf den lateralen und medialen Oberflächen der Hornzapfen befinden sich tiefe Eindrücke, von Knochenabsorption herrührende Auflockerungen. Abmessungen (mm): grösster Durchmesser (n-2), limit 41-45; kleinster Durchmesser (n— 2), limit 30-32; Ba­sisumfang (n-2), limit 112—125. II., Hornzapfen, die kleiner sind als die vorerwähnten schneckenförmigen und auch in der Struktur und in den Abmessungen von ihnen abweichen. Die Hornzapfen sind klein, sie sind seitlich schräg nach hinten gebogen und nach innen gewunden. Ihr Basisumfang ist abgerundet, die orbitofrontale Wand ist in anteriorer Richtung stark, die medionuchale leicht gewölbt. Die mediofrontale Kante der Zapfen ist schwach entwickelt. Abmessungen (mm): grösster Durchmesser (n— 2) limit 34—39; kleinster Durchmesser (n-2) limit 23—27; Basis­umfang (n-2) limit 96-105. Die humeri der Schafe aus dem 9.-10. Jahrhundert in Zalavár-Mosaburg sind klein, die dist.epiph. Breite beträgt im Durchschnitt 29,67 mm; (n-3) limit 28-31. Radien von Kleinwiederkäuern stehen in Zalavár­Mosaburg in verhältnismässig grösserer Zahl zur Verfügung. Die durchschnittliche prox. epiph. Breite der Schafs­radien beträgt 33,50 mm, (n-10) limit 29—37; zwei dist. epiph. Breite 29-30 mm. Die Breite eines Ziegenradius 120

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