TÓTH ENDRE: POROLISSUM . DAS CASTELLUM IN MOIGRAD . AUSGRABUNGEN VON A. RADNÓTI, 1943 / Régészeti Füzetek II/19. (Magyar Nemzeti Múzeum Budapest, 1978)
Katalog
Imp(er^ator) Caes(ar) M(arcus) Aur(elius) Antoni nus Pius Aug(ustus) Felix Part(h)i cus max(imus) pontifex max(imus) Brit(annicus) maximus trib(uniciae) pote s(tatis) XVI imp(erator) II co(n)s(ul) IUI p(ater) p(atriae) pro co(n)s(ul) fecit Jahr: 213. AÉ 1944. C. Daicovici u . Neue Mitteilungen aus Dazien, Dacia 7-8 (1938-1940) 326, nr. 7a.; Gude a - Lucäce l nr. 3. siehe noch die Literatur der Inschrift Nr. 7. Alle drei Inschriften können auf die Zeit zwischen Januar und Oktober des Jahres 213 datiert werden, da der Siegerbeiname Germanicus maximus noch fehlt (vgl. Kneis sl, 161.) Die Umrahmung der Inschriften der Porta decumana nr. 9 und der Porta praetoria nr. 7 wurde bestimmt von ein und demselben Steinmetzen gefertigt: die Umrahmung mit ansata beider Steine stimmt selbst mit den in den Ecken der Tafel sichtbaren Vögeln völlig überein. In der einen Ecke der Inschrift der Porta praetoria ist anstatt eines Vogels eine Rosette zu sehen. Die Buchstaben der Tafeln wurden jedoch nicht von ein und derselben Hand gemeißelt. Die beste Qualität zeigt die Inschrift des praetoria-Tore s: es scheint als hätte der Mei(31er der Inschrift des decumana-Tores die Buchstabentypen dieser Inschrift kopiert. Auf der Inschrift des Praetoria-Tore s hat man nur in 4 Fallen kleinere Buchstaben als üblich gebraucht, während auf der anderen in 9 Fallen. An der Inschrift des Praetoria-Tores ligierte der Steinmetz das O in den C-Buchstaben hinein und wandte keine andere Ligatur an, auf der anderen Inschrift hat er diese Ligatur nicht angewendet, jedoch in 7 anderen Fallen ligiert. Die Inschriften der beiden Tore sind gleicher Lange, jedoch die Höhe der der decumana um 20 cm niedriger. Die Inschrift der Porta principalis sinistra ist gleichfalls vor dem Tor, auf die Straße gestürzt vorgefunden worden. Diese Inschrift hat eine einfache profilierte Umrahmung. Ihre Buchstaben sind schön gemeißelt, wurden aber sichtlich von einem dritten Steinmetzen gemeißelt (das G weicht von den übrigen Buchstaben ab, ferner fehlt fallweise die waagerechte Hasta des A-Buchstaben) . Auf Grund der Zeileneinteilung, der Verkürzung der Wörter und der Ligaturen scheint es als hätte der Steinmetz die Inschrift der Porta decumana kopiert. Bei der Erschlie3ung der Porta principalis dextra ist die Torinschrift nicht zum Vorschein gekommen (vgl. M. Mog a , SCIV 1 /1950:1/ 131-135). Vergleicht man die Tafeln ihrer Form nach, so scheint es als wäre die Inschrift der Porta praetoria (Nr. 7) die älteste, dieser folgt die der Porta decumana (Nr. 9) und schließlich die der Porta principalis sinistra (Nr. 8). Diese Zeilenfolge bedeutet natürlicnerweise nur ein kleines Zeitintervall, in Wirklichkeit aber nur die Zeilenfolge der Ausmeißelung. In dieser Relation gibt auch der Fehler der Inschrift der Porta praetoria zu denken, die mit dem vierten Konsulat zusammen die XV. tribunicia potestas erwähnt, während auf den anderen beiden Inschriften das regelmäßige trib.pot.XVI zu sehen ist (vgl. M. Macre a , SCIV 8 /l 957/ 225; Gude a - Lucace l. nr.l.). Wenn wir jedoch voraussetzen, daß der Steinmetz statt trib.pot.XVI irrtümlicherweise XV gemei3elt hat, warum könnten wir letzten Endes mit demselben Recht auch nicht 21 MPGAhS'-M-A/frMTRJ IW.STIWA/OFF l'X PART/ (y.^MYiN/M'-PoNTLFY MY-HRIT-MYTRIRPQT'V •XVHM^ro.Vmi-P-P-PRo COS: r I T