FODOR ISTVÁN: VÁZLATOK A FINNUGOR ŐSTÖRTÉNET RÉGÉSZETÉBŐL / Régészeti Füzetek II/15. (Magyar Nemzeti Múzeum Budapest, 1973)
Német nyelvű összefoglalás
- 91 neolithischen Kultur der Ural-Kama-Gegend waren./ Die Träger der Kultur von Turbino haben demnach ihre Motallgegenstände von den östlichen Hängen des Urals importiert, obwohl die Metallgegenstande von viel schwächerer Qualität nebst Verwendung des örtlichen Rohstoffes auch selber erzeugt haben. Die Produkte des transuralischon, sehr entwickelten Metallkunstzentrums gelangten nicht nur bis in das Gebiet von Turbino, sondern auch in die Gegend des Zusammenflusses der Wolga und Oka, wo sie im berühmten Gräberfeld von Seima /15-14.Jahrhundert v.u.Z./ zum Vorschein gekommen sind. In der osteuropäischen Verbreitung der im transuralisehen Gebiet erzeugten sog. Bronzegegenstände von "Seima-Turbino" haben aller Wahrscheinlichkeit nach die regen Beziehungen der einzelnen finnischugrischen Volksgruppen eine wichtige Rolle gespielt. Die finnisch-ugrischen Träger der Kultur von Wolosowo sind anlässlich ihrer westlichen Expansion nicht bloss auf die örtlichen neolithischen Stämme, sondern auch auf die vom Süden in die Obere Wolgagegend zugewanderten indoeuropäischen Völker von Fatjanowo gestoseen. Ihre wichtigsten Wirtschaftszweige waren, wie auch bei dem von ihnen östlich gelebten Volke der Balanowo-Kultur /Abb.4./ f die Tierzucht und der AcKerbau. Auf das Volk der Wolosowo-Kultur haben besonders die letzteren einen starken Einfluss ausgeübt. Als Ergebnis disser Beziehungen wurden die Finno-Ugrier der Wolgagegend mit der Produktionswirtschaft bekannt. Zur Mitte des 2.Jahrtausends v.u.Z. bildeten sich im Gebiet der Kultur von Wolosowo zwei archäologische Kulturen aus: im Westen die Kultur von Posdnjakowo, Im Osten die von Kasan./Abb .5./ Die Population beider Kulturen war finnisch-ugrisch, obwohl in der Entstehung der Kultur von Posdnjakowo auch die von Süden hierher zugewanderten fremden Volksgruppen eine sehr grosse Rolle gespielt haben. Zu dieser Zeit lasst sich seitens der südlichen, eine Produktionswirtschaft betreibenden Volksgruppen eine Bewegung in nördlicher Richtung beobachten. Auf diese Zeit fällt nämlich eine sehr trockene Witterungsperiode, zufolge der sich die Steppengrenze nach Norden verschoben hat. Auf diese Weise wurden die Beziehungen der Finno-Ugrier und der südlich von ihnen gelebten, Uber entwickeltere Wirtschaftseinrichtungen verfügenden Völker viel intensiver, als früher. Die Folge war, dass am Ausgang der Bronzezeit ein Grossteil der finnisch-ugrischen Völker von der Naturalwirtschaft auf die Produktionswirtschaft Uberging.