VÉRTES LÁSZLÓ: UNTERSUCHUNGEN AN HÖHLENSEDIMENTEN / Régészeti Füzetek II/7. (Magyar Nemzeti Múzeum - Történeti Múzeum Budapest, 1959)

VI. Klimarekonstruktions Versuch und archäologische Parallele

136. Auch für das Material der Salzofenhöhle, die sich in 2008 m Höhe ü.dM. öffnet und die ebenfalls von SCHMU) bearbeitet wurde, haben wir die Daten prozen­tuell umgerechnet. Das Ergebnis muss uns überraschen: die holozänen Höhlenleh­me erscheinen zwischen und oberhalb der interstadialen Proben (Nr. 97-99), je nachdem, wie stark ihr Material mit Kalk verbacken ist. Die übrigen Proben, die z.T. aus dem Interstadial (Nr. 102,103), z.T. aus der einleitenden Phase des W 1 (Nr. 104-107), z.T. aus der Auftauphase nach der Würm-Vereisung (Nr. 100,101) stammen,sind in der oberen Ecke des Dreieckdiagramms dicht zusammengefercht. Innerhalb dieses Gebietes sind die Interstadialen Proben unten, die aus dem W1 stammenden oben. Probe Nr. 104, die zwischen dem "Splitt" und der Höhlenbären­schicht den "steinigen Lehm" repräsentiert, deutet nach SCHMID den Anfang des kontinentalen Abschnittes an, hätte sich aber unserer Meinung nach in einer Phase mit viel Niederschlag abgelagert. Diese Probe erscheint zutiefst. Die Probe aus der Auftauphase ist rechts in der Mitte, besteht praktisch ganz aus Kalkschutt, wie auch für die übrigen Proben das Übergewicht des Kalkschuttes charakteristisch ist. Auch aus Profil E haben wir 3 Proben untersucht: Nr. 6 (Holozän), 3 (Höhlenbaren­schicht) und 1 (unteres Niveau des "Splittes"). Profil E ist ausserhalb der Höhle (s. EUBENBERG, K. in Quartär 6 (1954) S. 19-58.). Die Unterschiede zwischen den Proben treten hier besser vor Augen. Das Zeichen für Nr. 109, das in der Mitte erscheint, stellt den Humusboden dar; Nr. 110 (Höhlenbarenschicht) ist fast in der Mitte des Gebietes, wo die glazialen Proben erscheinen, und Nr. 111, die aus dem W I stammt, ist ander Spitze des Dreiecks. Die Proben aus verschiedenen Schich­ten bewahren also ihr Verhältnis zu einander,trotz der ungewöhnlichen Placierung. Zusammenfassend können wir sagen, dass die Umwertung der vielen Bo­denproben, die E. SCHMID untersucht hat, uns in unserer Erfahrung bekräftigte, dass eine Dreieckdiagrammuntersuchung des Kalkschuttgehaltes von Höhlensedimen­ten einesteils dazu geeignet ist, die klimatischen Verhältnisse zur Zeit der Sedimen­tation mit angehender Genauigkeit zu bestimmen, anderenteils das Grad und den Charakter der Unterschiede zwischen den einzelnen Klinabereichen gut veranschau­licht. (Die umgerechneten numerischen Daten s. Anhang 5.)

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