VÉRTES LÁSZLÓ: UNTERSUCHUNGEN AN HÖHLENSEDIMENTEN / Régészeti Füzetek II/7. (Magyar Nemzeti Múzeum - Történeti Múzeum Budapest, 1959)
V. DIE UNGARLÄNDISCHEN HÖHLENSEDIMENTE
„11215. VASKAPUHÖHLE lm Bükk-Gebirge, im Vaskapu ("Eisernes Tor" ) genannten Felskamm des Lökvölgy öffnet sich diese passageartige Höhle (ca. 340 m Höhe ü.d.M. ). Der grössere Eingang ist östlich gerichtet. Die Höhle wurde 1933 von M. MOTTL ausgegraben (.83). Von der Schichtenreihe, die ein interessantes und reiches paläontologisches Material lieferte, und die aus Hurmsboden, aus einer hellbraunen, einer grünlichgrauen und einer rötlichbraunen Schicht bestand, konnte ich 1953 nur aus der hellbraunenSchicht eine Probe holen; an der weiteren Arbeit verhinderte mich der aufgehäufte Schutt. In dieser Sqhicht gab es laut MOTTL keinen Höhlenbären mehr; neben einigen Steppenarten (Rentier, M. g reg a Iis, usw.) erscheinen bereits Clethrionomys und sogar Mus (ein Exemplar ). MOTTL bestimmte diese Fauna als pöstglaziaL In einer späteren Publikation bringt sie Jedoch die Fauna dieser Schicht mit der unteren grünlichgrauen - in der es auch Höhlenbären gibt - zusammen ( 11 4 ,S. 18), annehmbarerweise, da hier ein G 1 i s ^Unterkiefer gefunden wurde, und da es keinen Lemming gab. Das Material der Schichtenprobe (s. Anhang) lagerte sich zu einer Zeit ab, die dem Charakter nach im Prinzip glazial ist, doch mit "noch immer" oder "bereits" bemerkenswertem Niederschlag und nur gemässigter Frostwirkung: dies wäre -auch den faunistischenDaten zufolge - das sehr frühe Postglazial nach dem W 3. Dieser kurze Bericht sei eine Mahnung, dass die Vaskapu-Höhle, in der es noch reichlich Ausfüllung gibt, im Interesse der Gliederung des Ende des Pleistozäns nicht in Vergessenheit gerate. 16. BÜDÖSPESTHÖHLE Als die systematische Höhlenforschung in Ungarn begann, war diese Höhle die erste, in der KAP1<5 1906 eine PrQbegrfibung vojpahm (72.). In den späteren Jahren grub er hier wiederholte Male (75). Die Höhle liegt im nördlichen Teil des Bükk-Gebirges, im sog. "Forrásvölgy", ca. 250 m ü.dM., ca. 30 m über der Talsohle. Die riesige Öffnung ist nordöstlich gerichtet.