VÉRTES LÁSZLÓ: UNTERSUCHUNGEN AN HÖHLENSEDIMENTEN / Régészeti Füzetek II/7. (Magyar Nemzeti Múzeum - Történeti Múzeum Budapest, 1959)
V. DIE UNGARLÄNDISCHEN HÖHLENSEDIMENTE
115 fraktion und der Kalkschuttuntersuchungen die genetische Hypothese von KEREKES an. Es soll jedoch hinzugefügt werden, dass obwohl die ursprüngliche Herkunft dieser Schicht - bzw. verallgemeinernd: dieser Art von Schichten - spurenweise nachweisen ist, wird ihr Charakter dennoch von der Zeit der Umlagerung bestimmt, also von jener Periode, in deren Verlauf das betreffende Material die Oberfläche des Höhlensediments bildete. Die durch Erosion abgenützten Kalksteine deuten die Solifluktion an: der Korrosions index übersteigt daher die Toleranz eines jeglichen bisher bekannten klimatischen Abschnittes (Abb. 35.) Abb. 35. Graphische Darstellung der Sedimentanalysen der Lökvölgyer Höhle Der untere gelbe "Schlamm" ist eigentlich ein Lehm, der jedoch nicht aus den feineren Körnchen besteht, die aus der oberen Schicht ausgewaschen wurden, wie KEREKES meint, sondern annehmbar erweise interglazialen Ursprunges ist. Auch der Mangel des Kalkschutts bekräftigt diese Annahme. 13. TARKŐ - FELSNISCHE Die Ausfüllung der Tarkő-E eis nis che erinnert in gewisser Hinsicht: z.B. im durch Erosion kieselartig gerundeten Kalkschutt - an die Lökvölgyer Höhle. Die kleine Höhlung öffnet sich am Südrand des ßükk-Plateaus, am Osthang des Tarko-Berges (Höhe ü.d. M. ca. 800 m). Die Öffnung ist östlich gerichtet. Sie ist weder tief noch hoch, doch breit, eher ein AbrL 1939 verrichteten MOTTL, 1942 KADIŐ Probegrabungen in ihr (104). Letzterer konstatierte die folgende Schichtenreihe: unter dem Humushoden liegt ein gelblichgrauer Lehm mit Kalkschutt, aus welchem die Überreste des Braunbären und des Höhlenbären, ferner einiger anderer Waldarten ausgegraben wurden. Archäologische Funde wurden nicht publiziert.