ERDÉLYI ISTVÁN: A JÁNOSHIDAI AVARKORI TEMETŐ / Régészeti Füzetek II/1. (Magyar Nemzeti Múzeum - Történeti Múzeum Budapest, 1958)
TARTALOMJEGYZÉK
István Erdélyi; Das avarenzeitliche Gräberfeld von Jánoshida (Auszug) Der v&liegende Artikel über das avarenzeitliche Gräberfeld von Jánoshida ist eine Diplomarbeit Autor gruppiert die im Artikel aufgeworfenen Fragen um zwei Brennpunkte herum: 1. / er fasst die Beobachtungen betreffs der Riten und der verschiedenen Funde zusammen, bestimmt das Alter des Gräberfeldes und trachtet dabei, anhand alldieser Angaben auch ein Bild der Gesellschaft zu geben, die das Gräberfeld benützte. Bei letzteren Analysen hat die Untersuchung der Karte des Gräberfeldes das Wort - 2./ aus dem archäologischen Material werden zwecks eingehender Untersuchung zwei Fundgruppen ausgewählt nämlich die Knochengegenstände und die Bronzegüsse. Diese werden in teeh nischer Hinsicht gründlich analysiert Zielsetzung der Arbeit ist anhand der Funde von Jánoshida die Technik der avarenzeitlichen Knochenbearbeitung und der Bronzegiesserei festzustellen, (Die Redaktion) Das avarenzeitliche Gräberfeld von Jánoshida (Komitat Szolnok) wurde 1933-34 von N_ndor Fettich erschlossen. Die Ergebnisse der Ausgrabung wurden in der Arbeit von Dénes Bartha über die avarenzeitlichen Doppelschalmeien (Areheologia Hungarica XIV) z.T. bereits publiziert, 256 Gräber kamen insgesamt zum Vorschein, doch wurde das Material des Gräberfeldes mit den Ausgrabungen noch nicht erschöpft Das Gräberfeld hegt auf einem kleinen erhabenen Hügel, der von einer alten Kurve des Zagyva-Flusse*. ferner von Moor und Wiese umgeben ist BestatturigsritQi ^ Die Orientierung der Gräber kann an der Karte gesehen werden. Zwei Haruptgruppen sind dabei voneinander abzusondern: in der einen sind die Köpfe der Verstorbenen nordnordävestlich gerichtet, dieser gehören in erster Linie die späteren Gräber an. Die andere Gruppe ist nordwestlich orientiert zu dieser gehören die älteren Bestattungen. In den Doppelgräbern gibt es Skelette von Frau und Kind (Grab 80, 13, 139, 35), von Mann und Frau (Grab 3, 5), oder von zwei Männern .(115) Am Material des Gräberfeldes kann der Brauch des Schädelraubes studiert werden, im Falle der Gräber 29, 49 und 40 haben wir es sicher mit dieser. Erscheinung zu tun . Sargbestattungen wurden bei der Ausgrabung nicht gefunden, doch erschienen in ein zelnen Gräbern Spuren, die irgendeinen Bau andeuten. So mochte im Grab 145 der Tote mit Brettern überdacht geworden sein. Die Reste im Grab 202 lassen darauf schliessen, dass die Leiche ia Leder eingewickelt wurde. Von der Tiefe ausgehend, sind die Gräber in 6 Gruppen einzuteilen: (auf Karte L sind diese Gruppe» mit verschiedenen Farben angedeutet) I. weiss - unbezeichnete, ausgeackerte Gräber II. orange - Gräber in o - 50 cm Tiefe III. rot - « 50-100 « IV. grü» - « «100-150 « V. blau - « « 150-200 « VI. schwarz * « tiefer als 200 cm. Am südöstlichen Rand des Gräberfeldes sind die Gräber am seichtesten, die tiefsten erscheinen im nordöstlichen Teil Es ist ferner zu bemerken, dass die Wand der Gräber in zwei Fällen (Grab 44 bzw. 47) senkrecht eingeschnitten war. Die .äaheste Analogie zu dieser Erscheinung konnte bei der Ausgrabung 1952-53 in Elős2állás beobachtet werden, undzwar bei Gräbern aus dem 7. Jh. Im Falle von Jánoshida kann das genaue Alter der Gräber nicht festgestellt werden. Aus der Lage der Gräber kann auf eine gewisse, doch nicht entschieden erscheinende Te»deu« der Reihenbildung geschlossen werden. An Beigaben ist das Gräberfeld reich, Reste von Beigaben an Fleisch erschienen in mehreren Gräbern, leider ist der grösste Teil der tierischen Knochen verloren gegangen. Die übriggebliebenen wurden von Sándor Bökönyi untersucht. Am häufigsten wurden Kno -