Mesterházy Károly (szerk.): AZ 1997. ÉV RÉGÉSZETI KUTATÁSAI / Régészeti Füzetek I/51. (Magyar Nemzeti Múzeum Budapest, 2001)

Római kori barbár

Gelände V/?/: Das Fragezeichen ist kein Zufall, da wir an der kleinen Erhöhung des nördlichen Drittels der Trasse nur einige Objekte fanden, in denen aber kein auswertbares Fundmaterial mit Datierungswert gab. So ist es ungewiß, ob dieses Gelände völlig oder teils zu der arpaden­zeitlichen Siedlung gehörte. Man kann soviel feststellen, daß der für Tierzucht benutzte Teil des sarmatischen Dorfes bis dahin nicht reichte und kein einziges, sicher sarmatisches Objekt nördlich und westlich des die Trasse beinahe 100 m lang, schräg durchschneidenden sehr tiefen, geraden Grabens vorkam. Der am nördlichen Ende des Grabens gefundene Brunnen (kopolyaküt) gehört wahrscheinlich zur arpadenzeitlichen Siedlung. Auch die Datierung der auf dem südwestlichen Teil des Geländes erschlossenen, einander durch­schneidenden, geradlinigen, rechtwinkeligen Gräben (Pferche?) ist unsicher. Die schmalen, seichten Gräben des nördlichsten Teiles können ebenfalls nicht datiert werden. Es gibt viele Fragen, die heute noch nicht beantwortet werden können. Man weiß noch nicht, wie großer Teil des einstigen sarmatischen Dorfes in der Arpadenzeit benutzt war. An welche Bevölkerung können die auf der Trasse oder auf dem unser Gebiet von Osten be­grenzenden Hügel sporadisch vorgekommenen, auf scheunenartige Gebäude hinweisen­den, seichten, im allgemeinen bogigen, kleineren Gräben geknüpft werden? Was waren und zu welcher Siedlung gehörten die auf dem Gelände II und IV gefundenen, unten offenen achterförmigen Gräben? Diese sind nur einige Fragen von den vielen anderen. Sie können nicht aufgrund der Untersuchung des Fundmaterials, sondern in erster Linie aufgrund der an den, aus ähnlichen Epochen stammenden Siedlungen geführten Freilegungen gemachten Beobachtungen und mit Hilfe der ethnographischen Analogien beantwortet werden. Erika Wicker, Kecskemét 95

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