FOLTINY ISTVÁN: A HALOMSÍROS ÉS LAUSITZI KULTÚRA NYOMAI SZEGED KÖRNYÉKÉN / Régészeti Füzetek 4. (Magyar Nemzeti Múzeum - Történeti Múzeum Budapest, 1957)
Die spuren der hügelgräber- und der lausitzer kultur in der umgebung von Szeged
- 61 men aus der dritten und vierten Periode der Bronzezeit nach F. Tompa. In dieser Zeit - wahrscheinlich in einer vorgeschrittenen Phase der dritten und zu Beginn der vierten Periode - haben in diesem Gebiet verschiedene kulturelle Einflüsse auf einander gewirkt. Elemente der Vatyaer Kultur mischten eich mit Kultur Strömungen von der Unteren Donau /Versec, Vattina/. Zur selben Zeit erscheint von Nordwesten kommend die Hügelgräberkultur und später gewinnt auch der Einfluss der Lausitzer Kultur an Bedeutung. Diese beiden Kulturen haben, vielleicht auoh fast gleichzeitig an der Wende der dritten und vierten Periode, in diesem Gebiet /Bogárzó, Bäks, Bilisice/ eine entscheidende Rolle gespielt. Nur so wäre es zu erklären, dass an einigen Gefässen , sowohl autocht°ne Motive, wie auch Elemente dieser beiden Kulturen gleichzeitig auftreten, was nur so zu erklären ist, dase sioh in diesem Gebiet die Elebiente der beiden Kulturen vermengten. Somit ist eine eindeutige kulturelle Zuordnung in vielen Fällen unmöglich. Jene Keramik- und Bronzefunde, die den Einfluss der Hügelgräberkultur verraten, zeigen mit dem österreichischen Material grösste Formverwandschaft, aber auoh der Einfluss der böhmischen Hügelgräberkultur ist nachweisbar. Das Lausitzer Fundmaterial zeigt mit den Funden von Koronoó grosse Verwandschaft und ist auch einigermessen mit den Funden von Baiersdorf und Gemeinlebarn in Österreich in Zusammenhang zu bringen und hat weiter auchnoch böhmische und schlesische Beziehungen. Das Bronzematerial ist mit den spätbronzezeitlichen Funden von Füzesabony und Zagyvapálfal va. /Tószeg-D/ nahe verwandt. Auf Grund des beschriebenen Materials kann festgestellt wepden,dass die Hinterlassenschaften der Hügelgräber- und der Lausitzer Kultur nicht nur in Dunántúl und in den nördlichen Lan desteilen nachweisbar sind, sondern sich ihr Einfluss auch im Alföld und in der Gegend der Unteren Donau sicherstellen läsu* • Gáttája/.