Patay Pál: Kupfzerzeitleiche Siedlung von Tiszalúc. (Inventaria Praehistorica Hungariae 11; Budapest, 2005)

Beilagen - 3. Pfostenspuren der Hausgrundrisse

0 3M Abb. 25 Haus 10 auch innerhalb der W-Wand nahe Pfosten 3 und 5, mit denen das Dach gestützt worden war. Aber es kann auch noch Stützpfosten neben den Pfosten 12 der N­und 6 der S-Wand gegeben haben. Die Spuren der Pfosten 1, 5 und 7 der Trennwand waren durch Grab 174, 167 und 163 beseitigt worden. Auch an der Stelle von Pfosten 3, 4 und 6 fanden sich dicht nebeneinan­der je zwei Pfostenspuren. Außerdem fanden sich in der NO-Ecke des Hauses quer zur O-Wand zwei Rei­hen von drei bzw. vier Pfostenspuren, die vielleicht auf einen abgeteilten Winkel schließen lassen. Die Länge des Hauses betrug 11,1 m (7,4 + 3,7 m), die Breite an der W-Seite 6,4 und an der O-Seite 5,6 m. Haus 11 (Abb. 26). Dieses Gebäude ebenfalls mit zwei Räumen befand sich dicht bei Haus 10 - fast pa­rallel mit ihm. Da sich am W-Ende ihre Pfosten fast berühren, können sie nicht gleichzeitig gestanden ha­ben. Interessant an dem Haus ist, daß die Längswände von der Trennwand nach O sich bogig verengen. Am W-Teil der S-Wand sind wahrscheinlich nur die Spuren von Pfosten 1 und 2 vorhanden und danach fehlen mehrere. (Hier stört auch eine nicht zum Ge­bäude gehörende gebogene Reihe aus sieben Pfos­tenspuren die Übersichtlichkeit.) Von Nr. 5 an waren sie aber vermutlich alle vorhanden, die Wand mochte aus 15 Pfosten bestanden haben. In der Linie der N­Abb.26 Haus 11 Wand zeichnen sich jedoch nur die Spuren von Pfos­ten 5, 7, 10 und 12-15 ab, Nr. 2-A lagen im Bereich von Grube 131/A. Außer vom SW-Eckpfosten konnten von der W-Wand keine Pfostenspuren be­merkt werden, doch lag hier zum Teil auch Grube 132/A. Von der O-Wand waren insgesamt nur fünf Spuren erhalten (einschließlich der Eckpfosten), und in der Trennwand, die bei Pfosten 10 der Läng­swände ansetzte, waren außer diesen nur zwei - al­lerdings ca. 45 cm große - Pfostenspuren zu sehen. Anscheinend hatte der NO-Eckpfosten eine Stütze, möglicherweise auch der SO-Eckpfosten. (In diesem Fall war die hier bemerkte Pfostenspur die der Stütze, während der wirkliche Eckpfosten von Grab 159 vernichtet wurde.) Zwei direkt nebeneinanderliegende Pfostenspuren zeigten sich auch in der O-Wand bei Pfosten 2 und in der N-Wand bei Pfosten 13. Ein Stützpfosten kann auch neben Pfosten 5 (oder 6) der S-Wand gestanden haben. Die Länge des Hauses be­trug vermutlich 11,7 m, davon 8,1 m im Bereich des W- und 3,4 m in dem des O-Raumes. Die Breite war bei der Trennwand 5,9 m, bei der O-Wand 5,7 m. Haus 12 (Abb. 27). Der Grundriß war recht unvoll­ständig, großenteils deshalb, weil ein großer Teil der S-Längswand im Bereich von Grube 124/A, die SO­Ecke in dem von Grube 109/A und die Mitte der kur-

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