Korek József: Die Theiß-Kultur in der mittleren und nördlichen Theißgegend. (Inventaria Praehistorica Hungariae 3; Budapest, 1989)

József KOREK: Die Theiß-Kultur in der mittleren und nördlichen Theißgegend - 2. Die mittlere Theißgegend und Nordungarn - a. Kisköre-Damm

— Fragment eines Gefäßrandes, mit breitem innerem Griff. Der Rand ist äußerlich gewölbt, innerlich kon­kav und geht in eine Rippe aus (Taf. 14:11). — Fragment eines flachen, scheibenförmigen Gefaß­deckels, rötlichgrau. D: 1 cm (Taf. 14: 20). Fläche 56. 60 X 3 m . Zur Klärung der NO orien­tierten Ausdehnung der Siedlung gezogen, erhielt aber nur arpadenzeitliche Objekte, die neolithische Siedlung reichte aber also in dieser Richtung nicht über das er­schlossene Gebiet. Da auch die an der O-Seite gezogenen Blöcke leer waren, an der SW-Seite hingehen wir bis zum Hang des Erdrückens gelangten, konnten wir im tief gelegenen Gebiet nicht auf die Fortsetzung der Siedlung rechnen. Im N-Teil blieb ein etwa 4 m breiter, benutzter Fahrweg unerschlossen, wo die hinüberreichende Sied­lung schon zur Zeit des Dammbaues, in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts zugrundegerichtet wurde. 1968 bestätigte sich im Zusammenhang mit dem Bau des Kraftwerkes meine Vermutung, daß wir die neolithische Siedlung erschöpften. Die Erdarbeiten brachten nur mehr sarmatische und größtenteils arpadenzeitliche Objekte und Funde ans Tageslicht. Der Hügelrücken zieht annähernd in 0—W-Rich­tung. In dem Gebiet, wo wir die Flächen 1—7 erschlos­sen, wurde die Siedlung mit den zur wiederholten Er­höhung des Dammes benötigten Materialgruben größten­teils zugrundegerichtet. Westlich davon folgte ein kleine­rer, sanft absteigenderer Teil, wo nur eine aufgelockerte Siedlung gewesen sein konnte, jedoch wurde auch diese mit Materialgruben zerstört. Der Erdrücken steigt dem gegenwärtigen Damm zu wieder an und reicht etwas über den Schutzdamm bis zur flachen Ebene. Hier unter­nahmen wir schon 1963 Untersuchungen vor, jedoch konnte wegen dem hohen Grundwasser keine erfolg­reiche Arbeit verrichtet werden. Wir erschlossen die Flächen 57—62, wo eine große Siedlung der Linearkeramik gefunden wurde, jedoch erstreckte sich die Theiß-Siedlung auch auf den O-Teil des Hügelrückens. Fläche 57-58. 15 X 2 m. Hierher fielen die Grä­ber 35, 36 und von den Theiß-Objekten die Wohngrube 11 (Abb. 12). Der ovale, staffeiförmig ausgebildete Grund ist flach, leicht muldenförmig. Maß: 3,60 X 3,20 m. T: 100 cm, ohne Feuerstelle, jedoch enthielt die Füllerde ohne Vermischung ein reiches Theiß-Fund­material: — Profil eines blumentopfförmigen Gefäßes, mit aus­ladendem Rand, in vier Feldern geteilt. D~s vorhan­dene Feld zeigt unter dem Hals 8 waagerechte Ein­höhlungen, unter diesem ist 2/3 der Oberfläche mit dichtem Mäander bedeckt. Das Teilungsfeld ist gleich­falls entzweigeteilt. Auf dem größeren Oberteil sind neben den in der Mitte gezogenen zwei parallelen Ein­ritzungen Dreieck- und Rhombusmotive, das kleinere untere Feld bedecken sich nicht berührende rechteck­und dreieckförmige Einritzungen in Kreuzform. Rot, gut ausgearbeitet. H: 14 cm (Taf. 15:1). - Profil eines eckigen, niedrigen, blumentopfförmigen Gefäßes mit ausladendem Rand. Es ist in vier Feldern geteilt und die gleichen Felder wechseln sich. In dem einen Feld ist die waagerechte Randverzierung unter dem Rand aus mehreren Linien zusammengesetzt und der mäanderverzierte untere Teil kleiner, bei dem anderen Feld ist die Randverzierung nur ein Rahmen für das Einfassen des mäanderverzierten Feldes. Es befindet sich kein besonderes Teilungsfeld, diese bildet die geradlinige, mehr eckig ausgebildete Kante. Rot, gut ausgearbeitet. H: 5,6 cm (Taf. 15:2). - Wandfragment, wahrscheinlich von einer Blumen­topfform mit ausladendem Rand, deren Teil unter dem Rand nicht verziert ist. In vier Feldern geteilt und das vorhandene Feld sowie das Teilungsfeld sind gleichfalls von einer mit Punkten eingestochenen Mäanderverzierung bedeckt. Das Teilungsfeld führt ein doppelt geteilter Buckel ein und die Mäander sind im Verhältnis zu diesem mit noch winzigeren, einge­stochenen Punkten verziert. Dünnwandig, rot (Taf. 15:3). - Wandteil eines groben, größeren, halbkugeligen Ge­fäßes, mit rundem Ausgußrohr, das nicht durchbohrt wurde (Taf. 15:4). - Fragment einer eckigen, kleinen Blumentopfform. Verzierungsweise: 4 sich abwechselnde, mäanderver­zierte Felder und eine schmale, senkrechte Teilung durch parallele, doppelte Einritzungen. Rot, aus gu­tem Material (Taf. 15:5). - Fragment eines Gefäßdeckels, in der Mitte mit rudi­mentär ausgebildetem Griff. Die Oberfläche ist von strahlenförmig nach innen laufenden Einritzungen bedeckt. Rot, Dm: etwa 11 cm (Taf. 15:6). - Wandteil eines größeren Topfes, mit breiter, schwar­zer Streifenbemalung. Rot, gut ausgearbeitet (Taf. 15:7). - Wandfragment, wahrscheinlich von einer Blumentopf­form mit ausladendem Rand, deren Teil unter dem Rand nicht verziert ist. In vier Feldern geteilt und das vorhandene Feld sowie das Teüungsfeld sind gleich­falls von einer mit Punkten eingestochenen Mäander­verzierung bedeckt. Das Teilungsfeld führt ein dop­pelt geteilter Buckel ein und die Mäander sind im Ver­hältnis zu diesem mit noch winzigeren, eingestoche­nen Punkten verziert. Dünnwandig, rot (Taf. 15:3). - Wandteil eines groben, größeren, halbkugeligen Ge­fäßes, mit rundem Ausgußrohr, das nicht durchbohrt wurde (Taf. 15:4). - Fragment einer eckigen, kleinen Blumentopfform. Verzierungsweise: 4 sich abwechselnde mäanderver­zierte Felder und eine schmale, senkrechte Teilung durch parallele, doppelte Einritzungen. Rot, aus gutem Material (Taf. 15:5). - Fragment eines Gefäßdeckels, in der Mitte mit rudi­mentär ausgebildetem Griff. Die Oberfläche ist von strahlenförmig nach innen laufenden Einritzungen bedeckt. Rot, Dm: etwa 11 cm (Taf. 15:6). - Wandteil eines größeren Topfes, mit breiter, schwar­zer Streifenbemalung. Rot, gut ausgearbeitet (Taf. 15:7).

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