Korek József: Die Theiß-Kultur in der mittleren und nördlichen Theißgegend. (Inventaria Praehistorica Hungariae 3; Budapest, 1989)
Imre LENGYEL: Über die Laboruntersuchung von menschlichen Skelettresten aus dem Fundort von Kisköre-Damm - 3. Ergebnisse
Tabelle 4. Die Ergebnisse der ABO Blutgruppenuntersuchungen im Muster von Kisköre sowie in den zwei als Referenzserie herangezogenen Mustern von Gorzsa und Móragy-Tűzkődomb. Kisköre Gorzsa Mórágy-Tűzkődomb A 7 = 33,33% 8 = 30,77% 16 = 23,53% B 4 = 19,05% 3= 11,54% 16 = 23,5 3% 0 6 = 28,57% 8 = 30,77% 23 = 33,82% AB 2= 9,52% 2= 7,69% 4= 5,88% ? 2= 9,52% 5 = 19,23% 9=13,23% + Insgesamt 21 26 68 Genfrequenzen P 0,2386 0,1295 0,1609 q 0,1285 0,2284 0,1609 r 0,6324 0,6514 0,6779 X(i) 1,6491803 25,226504 4,207236 0,30 > P>0,10 P < 0,01 0,05 > P > 0,025 D/o 27,11628 34,5998 54,698454 Serogenetische Konstitution p 2 AA 0,05693 0,01677 0,02589 q 2 BB 0,01651 0,05216 0,02589 r 2 OO 0,39993 0,42432 0,45955 + HO 0,47337 0,49325 0,51133 2pr AO 0,30178 0,16871 0,21815 2qr BO 0,16253 0,14878 0,21815 2pq AB 0,06132 0,05916 0,05178 + HE 0,52663 0,50675 0,48868 Phänotypische Distanzen Kisköre-Gorzsa X(4)= 1,2583662 0,90 >P> 0,70 Kisköre-Mórágy-Tűzkó'domb = 1,0759980 0,90 > P> 0,70 Gorzsa-Mórágy-Tűzkődomb = 2,2674600 0,70 > P> 0,50 der Phänotypen der Homozygoten (p 2 = AA, q 2 = BB, r 2 — OO) und der Heterozygoten (2pr = AO, 2qr = BO, 2pq = AB) errechnen, so erhalten wir als Ergebnis 47,30%: 52,66%. Mit den im Falle der Populationsfragmente von M ór ágy-Tűzkődomb und Gorzsa berechenbaren ähnlichen Werten verglichen (Tab. 4) ist in der Gruppe von Kisköre die Proportion der Homozygoten am niedrigsten. Dies würde darauf verweisen, daß dieses Populationsfragment am allerwenigsten endogam war. Auch andere Erklärungen für diese Erscheinung können vorgesteht werden, jedoch wäre die Wahrscheinlichkeit dieser noch geringer als die auf die Exogamie basierende Erklärung. Von den Kollagentypen kam das Alpha mit größter Häufigkeit bei einem Drittel der Miglieder des Populationsfragments vor, hingegen konnte am seitesten bei einem Siebentel der Knochenreste der Deltatyp identifiziert werden. Mit größter Häufigkeit war das gemeinsame Vorkommen der A- und Beta- bzw. der O-und GammaMerkmale wahrzunehmen (Tab. 5). Vergleichen wir die Daten des Vorkommens der einzelnen Kollagentypen bei den Populationsfragmenten von Kisköre, Mórágy-Tűzkődomb und Gorzsa, so erhalten wir ebenso keine signifikanten Unterschiede wie bei dem Vergleich ihrer ABO Blutgruppen. Der Hintergrund der sich in beträchtlicher Häufigkeit zeigenden Ähnlichkeit von zwei qualitativen, genetisch kodierten Eigenschaften kann schon irgendeine, diese Häufigkeiten beeinflussende gemeinsame Wirkung voraussetzen (Abb. 5).