Éva Garam: Katalog der awarenzeitlichen Goldegegenstände und der Fundstücke aus den Fürstengräbern im Ungarischen Nationalmuseum. (Catalogi Musei Nationalis Hungarici. Seria Archeologica 1; Budapest, 1993)
KATALOG DER AWARENZEITLICHEN GOLDGEGENSTÄNDE UND DER FUNDSTÜCKE AUS DEN FÜRSTENGRÄBERN IM UNGARISCHEN NATIONALMUSEUM - STRUKTUR DES KATALOGS - Katalog
mittleren runden Zelle mittels 8 St kleiner, runder Einfassungen verbunden, deren inneres Feld in Y-Form in drei Teile geteilt ist. Am äußeren, tieferen Rande des Goldplättchens läuft ein Reihe gepreßter Blechkugeln ringsum, die aus 17 St besteht. Zwischen den Kugeln zu Bogen geformte Perldrahtbänder. (Das ist die Imitation der ehemaligen echten Perlkette und der sie haltenden Schlingen.) An den unteren Teil der runden Platte der Agraffe ist ein senkrecht stehendes, schmales, gekerbtes Band gelötet. Das scheint eine nachträgliche Arbeit zu sein, die Lötung ist nicht präzise ausgeführt. Am Grunde der Zellen gibt es viele Kratzspuren, was darauf hinweist, daß sich in den Zellen Einlagen befanden. („Mehrere Schmuckstücke ... in deren Goldzellen teils Granaten, teils dunkelrote Glasstücke eingeschliffen sind". PULSZKY 1874,7.) Die Rückenplatten der beiden Agraffen sind verschieden. Auf beide sind im Mittelfeld je zwei geschweifte Ösen angelötet, mit trapezförmigen haftenden Enden. Der Rand des Stückes A ist in Richtung der Ösen an einem Teil herausgebrochen, darunter ist auch die Grundplatte unvollständig, mit Spuren von Lötung und Reparierung. Am Rande des Loches ist ein dem Fußteil der beiden mittleren Ösen ähnliches, kleines Stück mit brüchigem Rand zu sehen, dahinter am Rande ein kleines Loch. Auf dem Stück B ebenfalls zwei Schiingenösen. Neben ihnen ist der Rand an beiden Seiten durchbrochen, unvollständig. Auf der einen Seite neben dem Bruch Lötspuren und eine kleine, rechteckige Platte mit gebrochenem Rand und zerhämmerten Enden. Auf der gegenüberliegenden Seite ist der Rand ebenfalls unvollständig, angelötetes, rechteckiges Blech, horizontal stehender Teil einer aufgelöteten Schließe. Die Schlinge ist abgebrochen. An diesem Teil ist auch die untere Platte unvollständig, von ihrem Horizont ist zwischen der Blechkugel und dem unteren gekerbten Band der Rand eines abgebrochenen Golddrahtes sichtbar. Daneben ein heiles Loch, und eines mit zerrissenem Rand. Die darüber liegende Blechkugel ist stark gedrückt. Die Kugeln des Stückes B sind stärker zerdrückt, auf der Rückenplatte die Spuren mehrerer Schläge und von Verschleiß. goldener Anhänger mit Amethyst (Täf. 88.1^1) 4 St 275/1871.15. N 281 19,12 g (4 St mit Stein) Der Anhänger besteht aus drei Teilen. An die rechteckförmigen Zellen schließt mittels Schlinge die tropfen- oder rechteckförmige Amethystperle an, zu unterst das Blechglöckchen. Das untere Plättchen der Einfassungen ist glatt, unverziert, das obere gepreßt, mit abgebogenem Rand, in der Mitte rechteckförmiger Ausschnitt, dessen Rand gerillt ist. An drei Stücken ist auf der rechten, bei einem Stück auf der linken Seite am Rand die Spur je einer abgezwickten Schlinge. Bei zwei Stücken läßt sich auch die Spur des Werkzeugs beobachten, die Oberfläche der abgezwickten Schlinge ist konkav. Diese Zellen wurden sekundär zusammenmontiert, mit in die durch die Mitte der Zellen gezogene Schlinge eingehakter nächster Schlinge, auf die der Amethyst gezogen wurde und mit dem angefügten Glöckchen. Die Amethyste sind flach tropfenförmig, ihre Ränder sind geschliffen, in der Mitte sind sie in Längsrichtung durchbohrt. Die Glöckchen sind aus horizontal geripptem Blech in Doppelkegelstumpfform gebogen. Den Kegel schließt oben eine durchbohrte, halbkugelförmige Blechhaube ab. Am unteren Rand des Haubenteils und am unteren Rand des Glöckchens läuft ein geripptes, angelötetes Band ringsum. Der in das Glöckchen eingezogene Draht ist mit seiner oberen Schlinge mit dem Amethyst verbunden, das untere, zur Schlinge gebogene Ende ist die Zunge des Glöckchens. Teil eines goldenen Anhängers (Täf. 88. 5-6) 2 St 107/1888.8. N 283 3,30 g (2 St) Anhängerteil von ähnlichem Aufbau und von ähnlicher Funktion wie Täf. 88.1-4, nur rund. Am rechtsseitigen Rand der Einfassungen die Spuren abgezwickter Schlingen. Das ist an der Außenseite des Randes als zerhämmerter Nagelkopf zu sehen, auf der Innenseite sich etwas verj ungerader Draht von rundem Querschnitt, der den sich diagonal durch die Zelle ziehenden Draht erreicht. Glöckchen aus Gold (Täf. 88. 7-8) 2 St 107/1888.7. N 282 0,8 g (2 St) Von ähnlichem Aufbau wie die Glöckchen der unter Taf. 88. 1-4 vorgestellten Anhänger. In einem Stück ist dem Hakenende der Schlinge ein kleines Stück Silberdraht angefügt. Amethystperle (Taf. 88. 9-10) 2 St 107/1888.11. Größer als die Perlen der unter Taf. 88. 1-4 gezeigten Anhänger.