Éva Garam: Katalog der awarenzeitlichen Goldegegenstände und der Fundstücke aus den Fürstengräbern im Ungarischen Nationalmuseum. (Catalogi Musei Nationalis Hungarici. Seria Archeologica 1; Budapest, 1993)
KATALOG DER AWARENZEITLICHEN GOLDGEGENSTÄNDE UND DER FUNDSTÜCKE AUS DEN FÜRSTENGRÄBERN IM UNGARISCHEN NATIONALMUSEUM - STRUKTUR DES KATALOGS - Katalog
Pferdegeschirrbeschlag aus Gold (Taf. 82. 8-13) 6 St 275/1871.21. (5 St) und 275/1871.24, davon 1 St (=62.155.13) N18,N470 9,85 g (6 St mit Spuren der Bronzeunterlage) Aus Goldblech mit Bronzeblech als Unterlage zusammen gepreßte Beschläge. Der obere Teil ist von Trapezform mit wulstigem Rand, an den sich über zwei kleine Wülste der runde Teil mit schräg nach unten gebogenem Rand und rinniger Mitte anschließt, der unten in zwei größeren runden Wülsten endet. 1-2 St sind zerbrochen. Von Befestigung gibt es keine Spur mehr. Pferdegeschirrbeschlag aus Gold (Taf. 82.14-18) 5 St 275/1871.2. N 19 3,80 g (5 St mit Spuren der Bronzeunterlage) Aus Goldblech mit Bronzeblech als Unterlage zusammen gepreßter runder Beschlag mit herabgebogenem Rand und rinniger Mitte. Der Mittelteil ragt halbkugelförmig heraus. Die Größe der Beschläge stimmt mit der Größe der unter Taf. 82. 8-18 gezeigten Beschläge überein, doch sind sie niedriger. Von Befestigung gibt es keine Spur. Eisentrense (Täf. 83. 1-3) 275/1871.3. Mit Goldblech umkleidete Seitenstäbe einer Eisentrense und Fragment des einen Mundstücks. Die Umkleidung der Seitenstäbe ist mit einer durch Rippen getrennten Eierreihe gegliedert. Die Spitzen der Stäbe verjüngen sich und schliessen kuppig ab. Ein Seitenstab ist zerbrochen. Auf den Stäben ist das Goldblech infolge der Korrosion des Eisenkerns zersprungen. Eisensteigbügel Fragment (Taf. 84) 275/1871.30. Kleines Fragment eines Eisensteigbügels mit horizontalem Tritt, vom Treffpunkt des Stieleisens und des Trittes. Sog. eingerolltes Eckfragment. Die Öse des Steigbügels dürfte schlingenartig gewesen sein. goldenes Ohrgehänge (Taf. 85.1-2) 2 St 275/1871.12. N38 24,86 g (mit 2 St Steinen) Ohrring von rundem Querschnitt, dessen unterer Teil sich etwas verdickt, in der Mitte achsig. Auf der Achse schwingender Anhänger, auf den am unteren Teil ein mit sechs Kügelchen verzierter kegelförmiger Blechmantel mit gezacktem Rand und eine runde, rötlich-braune Karneolperle gezogen sind. Der über die Achse gebogene Teil des den Anhänger haltenden Drahtes ist profiliert, verjüngt sich weiter unten, und ist unter der Perle zur Schlinge zurückgebogen. An den oberen Teil der Anhängerachse, weiters an das untere Drittel des Ringbogens, rechts und links, und an den oberen Rand des Ringes (nicht in der Mittellinie) ist je ein goldener Dorn mit Schlingenende gelötet, von denen die kleinen, vielleicht echten Perlen fehlen. An einem Stück fehlt auch der Dorn auf der Achse. Die Enden der Ohrringe berühren sich beinahe, sie verjüngen sich kaum. goldenes Ohrgehänge (Täf. 85. 3-4) 107/1888.6. N 37 8,72 g (2 St) Ring von rundem Querschnitt mit schwingendem Anhänger, der sich auf der unteren, schmalen Achse des Ringes bewegt. Auf dem über dem Ringbogen liegenden Teil des schwingenden Anhängers perlhaltender Dorn mit gehämmertem Ende. Die Perle fehlt. Am unteren Teil vieleckiger, doppelkegelstumpfförmiger Blechmantel, am oberen Rand eine Reihe Kügelchen, der untere gesäumt. Der Blechmantel bewegt sich derzeit frei an dem anhängerhaltenden Dorn, weil unter ihm die runde Perle von etwa 4 mm Durchmesser fehlt. Am unteren Ende des Dorns kleines Plättchen, darunter das Dornende flach gehämmert. goldenes Armband (?) (Täf. 85. 5) 275/1871.14. N 40 4,4 g Aus gedrehtem Draht gebogen, offen, mit gerade geschnittenen Enden. goldener Fingerring (Täf. 85.6) 275/1871.11. N 32 5,70 g Offener Ring von rundem Querschnitt, unter dem Ringkopf etwas flach gehämmert. Der Kopfteil besteht auf einer Seite aus halbmondförmig, auf der anderen aus bogig ausgeschnittenem Blech, auf diesem in der Mitte eine hohe, etwas offene Einfassung ohne Stein, um die Einfassung herum großkörnige Granulation, an die in der Linie des Ringes je drei Granulationskörner gelötet sind. goldenes Armband (Täf. 85. 7) 107/1888.5. N 40 5,9 g Aus gedrehtem (tordiertem) Draht, mit offenen Enden. An einem Ende starke, etwas konkave Zwickspur. Die Drehung ist lockerer, als beim Halsring.