RÉVHELYI ELEMÉR: A TATAI MAJOLIKA TÖRTÉNETE / Bibliotheca Humanitatis Historica - A Magyar Nemzeti Múzeum művelődéstörténeti kiadványai 8. (Budapest, 1941)

Tartalomjegyzék - INHALTSVERZEICHNIS - VII. Die Markierung der Tataer Majolikagegen-stände und ihre mit Aufschriften versehenen Denkmäler

* VII. DIE MARKIERUNG DER TATAER MAJOLIKAGEGENSTÄNDE UND IHRE MIT AUFSCHRIFTEN VERSEHENEN DENKMÄLER. Die Tataer Majolikagegenstände sind heute auch dem Ausland nicht unbekannt Trotzdem hat, ungeachtet ihrer Gesuchtheit, die Studie von Grässe-Jännicke, die mehr als 6000 kera­mische Markierungen enthält, die Tataer Fabrik und ihre Marke nicht in ihre Sammlung auf­genommen J sogar die jüngste — 1940 erschie­nene — XVII. Ausgabe tut ihrer keine Erwäh­nung. Sonderbarerweise war aber die Tataer Markierung auch Schirek, dem vorzüglichen Monographen der Holicser Fabrik, nicht bekannt. Und obschon er mit glaubwürdigen Daten auf die Zusammenhänge zwischen beiden Fabriken hingewiesen hat, reihte er irrtümlicherweise viele Tataer Stücke mit der Markierung T unter die Holicser. In der Literatur des Auslands geben nur drei französische Publikationen, die noch im Jahre 1875 verlegte Fayenceikonographie von A. Mare­schal, das Wörterbuch von E. Garnier und die 1910 erschienene kleinere Studie E. S. Auschers über das Erkennen der Porzellan- und Fayence­gegenstände, eine kurze Besprechung der Ta­taer Fabrik und ihre Marke : „Tata (XVIII. s.). Faience stannifére. On attribue ä cette fabrique au sujet de laquelle on sait bien peu de chose, des faiences polychromes décorées au grand feu et marquées: T." (Auscher.) 2 Die zeitgenössische Reise- und geographi­sche Literatur erwähnt, insoweit sie auch Tata in ihre Besprechung aufgenommen hat, die Ma­jolikafabrik als eine der Sehenswürdigkeiten der Stadt. Sehr interessant ist eine Aufzeichnung 1 Graesse Jännicke : Führer für Sammler von Por­cellan, Fayence etc. (Berlin.) 2 A. Marescha! : leonographie de la faience. (Paris, 1875) S. 104. — E. Garnier: Dictionnaire de la cérami­que. (Paris]. S. 91. — E. S Auscher: Comment recon­naitre les Porcellanes et les Faiences. (Paris, 1910) S. 420. von J. M. Korabinsky aus dem Jahre 1786. 8 Unter den sehenswürdigeren Gebäuden erwähnt er ebenfalls die Porzellan- oder Majolikafabrik, über deren Tor ein Majolikastandbild der Jung­frau Maria in Lebensgrösse steht. Die den Un­bilden des Wetters ausgesetzte Marienstatue ist — allerdings in stark mitgenommenem Zu­stand — noch heute erhalten und wird in der Tataer Sammlung der gräflich Esterházyschen Familie gehütet. K. Windisch in seiner Geogra­phie (1780) betont die Vorzüglichkeit und die Dauerhaftigkeit der Tataer Majolikageschirre. 4 Georg Szaller erwähnt in seinem 1796 erschie­nenen geographischen Werk bei der Aufzählung der Fabriken in Ungarn an erster Stelle die Ta­taer und erst danach die Holicser und Pongye­loker Fabriken von „weissen Gefässen, dem sogenannten Porzellan. 0 Albert Mayer, der Direktor der Holicser Fabrik, beurteilt die Tätigkeit der Tataer Fabrik schon mit dem Auge des Fachmanns und schreibt in seinen Briefen aus dem Jahr 1809 mit grosser Anerkennung von ihren Erzeugnis­sen. 6 Seine Aufzeichnungen erhalten dadurch besonderes Gewicht, dass sie gerade in den kri­tischesten Zeiten, zur Zeit der napoleonischen Kriege geschrieben sind. Tata war damals aus nächster Nähe von Gefahr bedroht (französische Vorhuten brandschatzten schon die Stadt) ; die Fabrik setzte ihre Tätigkeit trotzdem ungestört fort, während zur gleichen Zeit das den Kämp­fen ferner liegende Holies wegen Mangels an Rohstoffen den Betrieb stillegte, die Tore schloss 3 Korabinszky J. M.: Geographisches und Produk­ten Lexikon von Ungarn. (1786.) S. 126. 4 Windisch K. : Geographie des Königreichs Un­garn. (1780) 1. T. S. 225. 5 Szaller Gy.: Magyar ország földleírásónak rövid foglalatja. (Pozsonyban, 1796.) S. 37, 87. 6 C. Schirek : a. a. 0. S. 89, 90.

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