KOZÁKY ISTVÁN: A HALÁLTÁNCOK TÖRTÉNETE II. / Bibliotheca Humanitatis Historica - A Magyar Nemzeti Múzeum művelődéstörténeti kiadványai 5. (Budapest, 1944)

Anhang

ANHANG Verzeichnis und Erklärung der Abbildungen 1 Tafel I. — Das Adamsgrab und der bewegliche Tote in Auferstehungs- und Legendenszenen Fig. 1. — Die Gisant-Typ-Darslellung des Adams­begriffes als Quelle für Tolendarstellungen verschiedener Legenden. — Adamsgrab aus dem „Hortus deliciarum" der Herrad von Landsberg. Sie war hundert Jahre vor der Zeit des Strassburger Adamsgrabes Äbtissin des Klosters Odi­lienberg. Herrad wurde 1125 geb. — i. J. 1167—1195 war sie Äbtissin. Hortus deliciarum : 1165. Aufschrift: „Sepulcrum Ade Jheronimus refert. quod adam sepultus fuerit in cal­varie loco ubi crucifixus est dominus". — Phot, nach Rud. Helm : Skelett- und Todesdarstellungen bis zum Auftreten der Totentänze. Strassburg 1928 (Verl. Heitz). Tai. 1. Nr. 2. — Vgl. Tabelle A I,. 1I S. Fig. 2. — Der bewegliche Tote im „iudicium uni­versale". — Auferstehungsszene des Tympanonreliefs am Dom in Corbach (XIV. Jahrhundert). Derartige Darstellun­gen wurden zum Ausgangspunkt für den Begriff bewegli­cher Skelette und ihrer Rolle im „iudicium particulare", das nach der mittelalterlichen und amtlich-kirchlichen Vor­stellung gleich nach dem Tode eintritt. — Phot, nach Rud. Helm : a. a. 0. Tai. IV. Nr. 16. - Vgl. Tabelle A. lll4-5ab-6-7, V., «, ß, y, II 5. Fig 3. — Das Skelett eines Toten in der Legende vom hl. Stanislaus. — Taufstein zu Tryde in Schonen. Allgemein wird dieser Taufstein auf das Ende des XII. Jahrhunderts datiert 'Johnny Roosval : Die Steinmeister Gottlands, S. 165 f., Tai. 47-49). Der Taufstein bringt drei Szenen aus dem Leben des hl. Stanislaus In der ersten Szene holt er Pietrovin aus dem Grabe. Das Skelettgerüst des Toten richtet sich im Sarge auf. sodass es bis zu den Hüften (und ausserdem noch ein Knie des Skeletts) sichtbar ist. Auf der zweiten Szene, — auf unserem Bilde darge­stellt, — führt Stanislaus, der Bischof von Krakau, den to­ten Pietrovin vor den König Boleslav II. Das Skelett des Toten folgt dem Bischof auf eine ganz unpersönliche Art. wie im Traume. Es ist noch nicht der geisterhaft-furchtbare Tote der späteren Legenden. Auf der dritten Szene des Taufsteins folgt die Darstellung des Todes des Heiligen, der 1079 von Boleslav iL ermordet wurde Das Haupt des Heiligen ziert hier schon ein Heiligenschein. Nachdem aber der hl. Stanislaus erst 1253 heilig gesprochen wurde, meint Helm, dass der Taufstein erst nach dieser unteren Zeit­grenze entstehen konnte. Soviel ist aber sicher, dass die Darstellung noch vor dem XIV. Jh. entstand und ich glaube behaupten zu dürfen, dass man auch andere Heilige mit einem Heiligenscheine dargestellt hat, noch bevor sie tat­1 Die photographische Wiedergabe der schon im Druck erschienenen Reproduktionen ist eine Arbeit von J. Hofer (Wien) und Haas (Wien. N. B.), sowie von S. Broda (Szeged, Univ.). Für ihre wertvollen Leistungen spre­che ich meinen innigsten Dank aus Die als „Originalauf­nahmen" bezeichneten Darstellungen sind Aufnahmen, wel­che meist die betreffende Bibliothek nach dem in den ein-, zehnen Handschriften befindlichen Original verfertigen liess. sächlich auch offiziell heiliggesprochen wurden. Auch Helm erwähnt S. 46—47 Anm. 102, dass der Bischof Anno von Köln in der „Vita Annonis" 1105) und im „Annolied., (ca. 1110) schon der „heilige" Anno genannt wird, obwohl seine Heiligsprechung erst 1183 erfolgt Die hl. Maigaretha von Ungarn, die Tochter des Königs Béla IV., wird schon seit siebenhundert Jahren als eine Heilige verehrt, obwohl sie erst 1944 heiliggesprochen wurde. Der Taufstein konnte also trotz dieses scheinbaren Anachronismus im XII. Jh. entstehen 1 — Phot, nach Rud. Helm : a. a. 0. Taf. I. Nr. 4. - Vgl. Tabelle A II,­3. Fig. 4. — Die skelettierte Adamsleiche als ein Be­weis für die Orientalisch-byzantinische Abstammung äl­tester Totenmotive. — Im Figurenschmuck des vierslreifi­gen Tympanons am Mittelportal der Strassburger West­fassade in der Kreuzgruppe, der wichtigsten Szene der Passionsgeschichte, unter dem Kreuze Christi. S. 29 kommt Helm auf einem anderen Wege zu demselben Schluss. den ich im ersten Bande dieses Werkes auf dem Wege der Totentanzforschung festgestellt habe, und den, aus einem Irrtum ausgehend, so manche Unverständige und der wah­ren Sachlage Unkundige im Zusammenhange mit meinerv Forschungen so gerne geleugnet und, ohne Gegenbeweise anlühren zu können, zurückgewiesen hätten, dass die Gi­sant-Typ-Totendarstellungen und die mit dem Everyman­Begriff identifizierte Adamsgestalt aus dem Orient ins Abendland eingewandert und zum Ausgangspunkt der: Totentanzmotive geworden sind. Die Strassburger West­fassade entstand im letzten Viertel des XIII. Jahrhunderts. — Photo nach Rud. Helm: a. a. 0. Tal. 1. Nr. 1. — Ta­belle A II 2. V + III 7. Fig. 5. — Das Skelett in der Auferstehungsszene als deutsche Erfindung. — Auferstehungsbilu des Freiburger Domporlais XIII Jh. Nach Helm S. 42 steht die Darstel­lung dieser lebenden Skelette noch unter dem direkten Einfluss des Strassburger Adamsgrabes. Gegenüber der einheitlichen Wirkung der ähnlichen Darstellung der Auf­erstehung in Autun (vgl. hier Taf. XVIII. Fig. 5) bedeutete die Neuerung des deutschen Meisters, dass er unter die Gestalten der Auferstandenen bewegliche Skelette gemischt hat, eine Art Revolution in der Geschichte der mittelalter­lichen Toten Motive. — Phot, nach Rud. Helm : a. a. 0. Taf. IV. Nr. 15. - Tab. A wie Fig. 2. Tafel II. — Die Totenlegendenform der Gesamtle­gende in Metz und Trient Fig. 1—3. — Das französische Legendenbild des XIII. Jahrhunderls. — In der Kirche Ste. Ségoléne, Metz, EIsass-Lothringen. 1850 im nördlichen Seitenschiff enldeckt, mit Leinwand überzogen, 1887 wieder blossgelegt. Schon 1853 von Boulangé: Austr. I. 197 veröffentlicht. Die unter dem urkundlich genannten Pfarrer Simon neugebaute Kir­che wurde vielmals renoviert und die Fresken, auf denen' die charakteristischen Baumformen und die eigentümliche Kleidung noch unbedingt dem XIII. Jh. angehören, war-

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