Nagy Ildikó szerk.: ARANYÉRMEK, EZÜSTKOSZORÚK, Művészkultusz és műpártolás magyarországon a 19. században (A Magyar Nemzeti Galéria kiadványai 1995/1)

TANULMÁNYOK / BEITRÄGE - KIRÁLY Erzsébet: „Laudatio artis" 19. századi képzőművészetünk dicséretének egykorú emlékei

ANMERKUNGEN 1 Platon, Gorgias 447 c-452 e. 2 Der aristotelisch-quintilianische Kanon hat drei Arten der Rede voneinander unterschieden: die gerichtliche (dikanikon genos; genus indiciale), die beratende (symbouieutikon genos; genus deliberativum) und die vorweisende (epideiktikon genos; genus demonstrativum) Redeart. Durch diese dreifache Aufteilung stellte die Rhetorik des Altertums die öffentlichen Angelegenheiten zugleich in Entsprechung zu grundlegenden ethischen-philosophischen Kategorien. Der Einsatz der gerichtlichen Rede, das heißt der Prozeßrede, ist demnach im allgemeinen genommen das Wahre, der der beratenden Rede, die man auch als Volksversammlungsrede oder als politische Rede bezeichnete, das Nützliche und das Gute, der der vorweisenden Rede aber das Schöne, das Lobenswerte, oder selten der Mangel daran. Diese Rede wird deshalb - euphemistisch - auch Prunkrede genannt. Siehe Richard Volkmann: Die Rhetorik der Griechen und Römer in systematischer Übersicht. Leipzig 1885, S. 16-32. 3 Seine Würdigung siehe bei Walther Kranz: Geschichte der griechischen Literatur. Leipzig o. J. (Sammlung Dietrich, Bd. 42.), S. 246-248. 4 Über ihn ebd. S. 250-254. 5 Er war ein Logograph gewesen, was früher einen Prosaschriftsteller bedeutet hatte, aber im Zeitalter von Isokrates nannte man schon den Autor von für Privatbestellung geschriebenen Gerichtsreden derart. Die Auftraggeber haben den vom Logographen erhaltenen Text vor dem Gericht auswendig gelernt vorgetragen, da jeder Bürger selber seine Prozeßangelegenheit zu vertreten hatte. Es hing viel von der Qualität der Rede ab, deshalb wandten sich die unbewanderteren Menschen an die gut schreibenden Fachleute. 6 Aristoteles: Rhet. 1366 b. 7 Ebd. 1368 a. 8 M. Fabius Quintilinus: De inst. or. III. 7. 1-28. 9 Homer: llias XV. 281-285. 10 Siehe darüber Walther Kranz: Kultur der Griechen. Leipzig 1943 (Sammlung Dietrich, hrsg. Rudolf Marx. Bd. 113.), S. 226. 11 Piaton: Phaedr. 259 b-d. 12 Hesiod: Theogonia. 22-34. 13 Die maßgebende Literatur ist: Simon Meiler: Ferenczy István élete és művei (Das Leben und die Werke von István Ferenczy). Budapest 1906, beziehungserise Péter Cifka: A pályakezdő Ferenczy István (Der seine Laufbahn beginnende István Ferenczy). In: Művészet és felvilágosodás. Művészettörténeti tanulmányok (Kunst und Aufklärung. Kunsthistorische Studien). Hrsg. von Anna Zádor und Hedvig Szabolcsi. Budapest 1978, S. 465-513. 14 Meiler a. a. O. S. 150-151. 15 Das Gedicht lautet wie folgt: „Lányka, találva van ő, s te mosolyogva csudálod, hogy arczát A homok ily híven szökteti vissza feléd. Szólj, ki vezette karod? ki sugalta kebledbe, hogy ezt merd? Ah! Neked e hevülést egy kegyes isten adá! ­»Amor hagyta, hogy őt ujjam rajzolja szeretve, S leczkéjét együtt Ferenczy velem.«" („Mädchen, er ist getroffen, und Du bewunderst es lächelnd, daß sein Gesicht Vom Sande so treu nach Dir widerspiegelt wird. Sag, wer hat deinen Arm geführt? wer flüsterte Dir in den Busen, ein, daß Du dies wagen magst? Ach! ein huldvoller Gott hat Dir diese Begeisterung gegeben! ­»Amor ließ es, daß mein finger ihn liebend zeichne, Und Ferenczy nahm seine Lektion zusammen mit mir.«") 16 Zu ihrer Ikonographie siehe den Ausstellungskatalog von Pierre Georgel-Anne-Marie Lecoq: La peinture dans la peinture. Musée des Beaux-Arts de Dijon 1983, S. 89-91. 17 Meiler a. a. O. S. 150-151. 18 Ebd. 19 Siehe dazu Katalin Sinkó: Kazinczy Ferenc és a műgyűjtés (Ferenc Kazinczy und das Kunstsammeln). Ars Hungarica 2/1983, S. 269-276. 20 Melier: a. a. O. S. 154. 21 Ebd. S. 162. 22 Er war Advokat, Redakteur, Dichter, Übersetzer gewesen. Eine Zeitlang stand er in Verbindung mit dem literarischen Kreis von Károly Kisfaludy, und er lenkte auch die Aufmerksamkeit von Kazinczy auf sich. In Kassa redigierte er als stellvertretender Akademieprofessor das Blatt Szemlélő mit der den Titel Literatúrai Lapok tragenden Beilage. Die letztere veröffentlichte er seit 1841 zusammen mit dem Blatt Közlemények schon in Pest. Im Jahre 1843 übernahm er die Redaktion der Zeitung Nemzeti Újság. Seine Gedichte und Erzählungen erschienen in den Blättern Szépliteraturai Ajándék, Aurora, Aspasia und Felsőmagyarországi Minerva. In den Zeitungen Urania, Koszorú, Nefelejts und in seinen eigenen Blättern publizierte er aus dem Deutschen und Englischen übersetzte Reden, ästhetische und pädagogische Themen behandelnde Artikel, Buchrezensionen, Theaterkritiken, Streitschrifte. Zahlreiche vom ihm übersetzte Dramen wurden weit und breit im Lande vorgeführt. Er starb am 13. Januar 1846. 23 In der bei Thorwaldsen verbrachte Lehrzeit wurde Ferenczy vom Palatin Joseph durch ein Stipendium gefördert. Die Teilung des Ruhmes von Künstlern mit ihren Protektoren ist ein charakteristischer rhetorischer Kunstgriff der lobenden Dichtung. Die hochpreisende Rede kann allerlei Arten der Aktualisierung, ja sogar auch das Mittel der politischen Schmeichelei benützen. 24 Die Literaturgeschichte hat, soweit ich weiß, dieses Gedicht nie auf eine bestimmte, historisch existierende Statue bezogen. Das Gedicht lautet: „Nem faragott, oh lány, kőből a művész keze téged: Élve levél kővé a kora búcsú miatt: Innen az elhangzott panaszok fájdalmai, innen Szende mosolygásod kőhideg ajkaidon." („0 Mädchen, die Hand des Künstlers hat Dich nicht aus Stein geschnitzt: Lebend wurdest Du zum Steine wegen des frühen Abschieds: Daher die Schmerzen der erklungenen Klagen, daher Dein sanftmütiges Lächeln auf deinen steinkalten Lippen.") 25 Siehe Ernst Kris-Otto Kurz: Die Legende vom Künstler. Frankfurt am Main 1 980, S 89-112. und Oskar Bätschmann: Pygmalion als Betrachter. Die Rezeption von Plastik und Malerei in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. In: Der Betrachter ist im Bild. Kunstwissenschaft und Rezeptionsästhetik. Köln 1985, S. 183-225. 26 Über ihn gibt es keine näheren Angaben. 27 Was diese Stadt für Ferenczy bedeutet hatte, wie seine Beziehung zu ihr in seinen dort verbrachten letzten Jahren gewesen war, hat Péter Cifka auf den letzten Seiten seiner überzeugenden Studie auf Grund der Analyse einiger Graphiken des Künstlers erörtert. A. a. O. S. 510-513. 28 Seinen Namen finden wir im Magyar írók Tára als József Vecsei. Im Jahre 1836 wurde er Philosophieprofessor der Hochschule in Debrecen. Die Ungarische Akademie der Wissenschaften wählte ihn 1839 zum korrespondierenden Mitglied. Er schrieb Artikel in die Zeitschriften Tudományos Gyűjtemény und Athenaeum über philosophische Systeme, über die Beziehung zwischen Körper und Seele, über die Geschichte der Vergötterung, über die Naturphilosophie

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