Markója Csilla szerk.: Mednyánszky (A Magyar Nemzeti Galéria kiadványai 2003/2)

Das Leben und die Kunst von László Mednyánszky, mit besonderer Rücksicht auf die Periode vor - Biographie. Das Leben des László Mednyánszky. Zusammengestellt von Orsolya Hessky

László Mednyánszky im Zylinder (UNG, Datenarchiv, Inv.-Nr.: 13966-1960) Hochwassers in Szeged (Anfang März) dorthin und half bei der Rettung. Im Frühjahr besuchte er kurz Wien. Nachdem er die Malaria völlig überwunden hatte, reiste er nach Neapel, auf die Nachricht des Ätna-Ausbruches (Juni) weiter nach Sizilien, besuchte Messina und Taormina. Dann traf er seine Familie in Venedig und kehrte mit ihr nach Beckov und Strázky zurück. In diesem Sommer unternahm er große Wandertouren, z. B. ins Komitat Saris (Sáros) zu Pál Szinyei Merse, den er noch aus München kannte. Szinyei hatte damals, 1872-73, gerade am Maifest gemalt und das Bild im Frühjahr 1873 im Münchener Kunstverein ausgestellt. Im Herbst 1879 ging Mednyánszky erneut in den Zempliner Buchenwald, um dort zu malen. Nach einem Aufenthalt in Wien verbrach­te er den Jahreswechsel wahrscheinlich in Beckov. Im Frühjahr 1880 hielt er sich zum zweiten Mal in Szolnok auf, doch brach hier erneut sein Gelenkrheuma aus, das ihn mehrere Wochen pflegebedürftig sein ließ. In jener Zeit stand ihm sein alter Freund Deák-Ébner zur Seite. Nachdem er sich erholt hatte, ließ er sich in Budapest im Császárbad, dann in Trencín (Trencsény) im Bad kurieren - diese Kuraufenthalte datierte der Maler in der Chronologie-Skizze (UNG, Inv.-Nr. 1927-1460) zum Malonyay-Buch selbst in das Jahr 1877, also in die Zeit von seinem ersten Szolnok-Aufenthalt. Das Überschauen der Einzelheiten spricht jedoch für die Zuordnung zum zweiten Aufenthalt in Szolnok. Hier war er angeblich in eine ritterliche Sache verwickelt und trug ein Duell aus, über dessen Details bis heute nichts bekannt ist. Der Fachliteratur zufolge lernte Mednyánszky in diesem Sommer den jungen Nándor Katona, seinen Malergehilfen und späteren Schüler kennen, den er auch nach Wien mitnahm. 1880, nach seiner Genesung, kehrte er - etwa im Herbst - zurück nach Italien, verweilte in Rom, dann längere Zeit auf der Insel Capri. Im Frühjahr 1881 hielt er sich immer noch in Italien auf, kehrte im Laufe des Frühlings nach Beckov zurück, besuchte zu Pfingsten Bratislava (Pozsony, Pressburg) und ließ sich dann in Wien nieder. Er lernte zahlreiche Wiener Maler kennen, die Fachliteratur erwähnt vor allem E. J. Schindler, Hans Canon, Robert Russ und Wilhelm Bernatzik. 1882 verfügte Mednyánszky in Wien noch immer über ein Atelier. Im Frühjahr nahm er an der internationalen Ausstellung in Wien teil. Seinen Wien-Aufenthalt unterbrach er mehrmals, besuchte regelmäßig Budapest, Beckov und andere Orte. In diesem Sommer besuchten ihn in Strázky Deák-Ébner sowie der schon erwähnte Wiener Maler Wilhelm Bernatzik. Mit Letzterem zog er im Herbst - traditionsgemäß - in die Zempliner Berge, doch hielt Bernatzik die anstrengende Wanderung, das „wilde Leben", nicht lange aus und kehrte nach Wien zurück. Mednyánszky besuchte noch im Spätherbst Albin Graf Csáky in Bijacovce sowie Zénó Graf Csáky in Welbach und kehrte erst im Anschluss daran nach Wien zurück. 1883 setzte er seine Reisen fort, wobei sein fester Wohnsitz Wien blieb. In dieser Zeit lernte er den 1860 geborenen jungen Mann aus Vác, Bálint Kurdi (Nyuli) kennen, der damals als Soldat in der Wiener Rudolf-Kaserne diente und dem Maler Modell stand. Mednyánszky verlor im vorangegangenen Jahr zuerst János Dinda, den Kutscher aus Strázky, bald darauf seinen geliebten Gefährten Blazsei Ladeczki, über dessen frühen Tod er in den letzten Tagen des Jahres in ausführlichen Aufzeichnungen reflektierte. Im Sommer arbeitete er in Strázky. Im Dezember starb seine Mutter. Die Familie fuhr nach Beckov. Mednyánszky nahm der Trauerfall sehr mit. 1884 zog er nach Budapest und mietete in der Jozsefstraße Nr. 46 ein Atelier. Ab diesem Jahr nahm er regelmäßig an den Ausstellungen der Műcsarnok (Kunsthalle) teil. Er reiste auch oft nach Beckov, wo ihm sein Atelier zur Verfügung stand. Im Laufe des Jahres 1885 verbrachte er längere Zeit in den Komitaten Orava (Árva) und Liptov (Liptó), um Porträts und Landschaften zu malen. Im Zusammenhang mit dieser Reise suchte er auch Krakau auf. Über diese Reise stehen uns nur wenige kleine Angaben zur Verfügung (siehe Divéky, Adorján, Művészet, 1960). Während seiner Aufenthalte in Budapest lernte er mehrere Persönlichkeiten des Kunstlebens kennen, befreundete sich z. B. mit Árpád Feszty und gelangte mit Zsigmond Justh, dem „Schriftsteller mit feiner Feder", in nähere Bekanntschaft. Daneben versammelte er unter dem Namen Aquarium eine Gesellschaft aus verschiedenen zweifelhaften Existenzen um sich, die er größtenteils versorgte. Ein Stammmitglied dieser Gruppe war Károly Bettelheim, ein verarmter Finanzmann, den Mednyánszky von da an finanziell unterstützte. Nach dem Tod seiner Mutter reiste er 1887 wieder nach Strázky: Im Juni wird dort die Hochzeit von Miri mit István Czóbel gefeiert. Miri zog daraufhin nach Anarcs, auf das Gut ihres Mannes. Ab dieser Zeit besuchte Mednyánszky Strázky wieder regelmäßig, Weihnachten desselben Jahres verbrachte er in völliger Einsamkeit im Familienschloss. Im Februar 1888 erkrank­te er an einer Lungenentzündung, als er bei der Eindämmung der Seuche im Dorf behilflich war. Er genas nur langsam und fuhr im April zu seiner Schwester nach Anarcs. Dort schloss er tiefe Freundschaft mit der Schwester seines Schwagers, der Dichterin Minka Czóbel. Nach dem Besuch kehrte er nach Budapest zurück (Atelier auf dem Lipótring) und verbrachte den Sommer wieder in Strázky. Auch Miri war mit ihrer Familie dort, sogar seine neue Freundin Minka Czóbel. Mednyánszky war besonders gut gelaunt, mit Minka organisierte er zahlreiche gemeinsame Programme, und im Herbst kehrte er mit ihr nach Anarcs zurück. Von dort fuhr er auf Einladung von László Graf Forgách nach Mándok; von seinem guten Nervenzustand zeugt, dass er dort an einer Hetzjagd teilgenommen hat. Indessen hatte er Zeit, um das Bild Zu Allerheiligen zu malen, das er zusammen mit drei ande­ren Werken auf der Herbstschau der Kunsthalle in Budapest ausstellte. Das Gemälde Zu Allerheiligen gewann nach dem Bild Korb von Tihamér Margittay den mit 400 Forint dotierten zweiten Preis der Landesgesellschaft für Ungarische bildende Kunst. Im Winter 1888-1889 arbeitete Mednyánszky in Pest. Im April 1889 starb in Beckov seine Großmutter, mit der er eng verbunden war. Im Sommer verweilte er bei der Forgách-Familie, als ihn die Nachricht von der Krankheit seines Neffen - des Sohnes von Miri - ereilte. Als er in Strázky eintraf, war der Junge bereits tot. Bei einem erneuten Zusammentreffen mit Minka beschloss er, die Dichterin mit Zsigmond Justh

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