Markója Csilla szerk.: Mednyánszky (A Magyar Nemzeti Galéria kiadványai 2003/2)
Das Leben und die Kunst von László Mednyánszky, mit besonderer Rücksicht auf die Periode vor - Zsófia Kiss-Szemán: Mednyánszky und der Wiener „Stimmungsimpressionismus"
18 Zu diesem Thema und zu verschiedenen Parallelerscheinungen in verschiedenen Ländern siehe: Bouret, Jean: The Barbizon School and 19 th Century French Landscape Painting. London 1973.; Farbe und Licht. Impressionistische Tendenzen in der österreichischen Landschafsmalerei von 1870 bis zur frühen Moderne. [Ausstkat.] Österreichische Galerie Belvedere, Wien - Fuji Museum, Tokyo 1996.; Haja, Martina: Der österreichische Stimmungsimpressionismus. In: Landschaft im Licht. Impressionistische Malerei in Europa und Nordamerika. [Ausstkat.] Wallraf-Richartz-Museum, Köln - Kunsthaus, Zürich. Hrsg. v. Götz Czymmek. Köln 1991. 156-163. 19 Siehe: Demus, Klaus: Emil Jakob Schindlers Zkylus „Die Monate" und der Stimmungsimpressionismus. In: Mitteilungen der Osterreichischen Galerie. Wien 1959. 35. Mit diesem Problem beschäftigt sich auch Sabine Grabner, siehe unten. 20 Grabner, Sabine: Der Österreichische Stimmungsimpressionismus. Das Erfassen des Momentanen bei Emil Jakob Schindler, Eugen Jettel und Rudolf Ribarz. In: Farbe und Licht. Impressionistische Tendenzen in der österreichischen Landschafsmalerei von 1870 bis zur frühen Moderne. [Ausstkat.] Österreichische Galerie Belvedere, Wien - Fuji Museum, Tokyo 1996. 175. 21 Ebd. 175. Grabner widmet sich in dieser Studie auch der Geschichte der Entwicklung dieser Kunstrichtung, also dem Stimmungsimpressionismus. Nach ihr gründet er auf drei grundlegenden Ausgangspunkten: 1. Vor allem auf den Vorbildern von Barbizon, also schon seit den dreißiger-vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts. In den sechziger Jahren konnten schon viele die Ergebnisse dieser Bemühungen direkt verfolgen, weil bereits in vielen Städten sowohl Deutschlands als auch Österreichs Ausstellungen veranstaltet wurden, wo die bedeutenden Werke der Meister von Barbizon präsentiert wurden. 2. Auf der Tradition und auf dem Vorbild von August von Pettenkofen (1822-1889), der schon Anfang der fünfziger Jahre des 19. Jahrhunderts für sich und für seine Malerei die flache Landschaft um Szolnok entdeckt hatte und sich der Pleinairmalerei wortwörtlich widmete. Auf seine Anregung besuchten viele weitere österreichische Künstler Szolnok, das oft ähnlichen Erwartungen erfüllte, wie die Landschaften in Holland. 3. Auf eigenen Traditionen der österreichischen Malerei: in den 1860er Jahren wirkte an der Akademie der bildenden Künste in Wien Albert Zimmermann (1808-1888), der als „ultramoderner Künstler" gesehen wurde und der die Aufmerksamkeit seiner Studenten (unter ihnen auch Schindler, Jettel und Ribarz) auf die „Landschaft an sich" richtete, das heroische Erfassen der Natur verwarf und die Jugend zur Pleinairmalerei anregte. 22 Ebd. 175. 23 Szemelvények Mednyánszky László korai naplójából (wie Anm. 5) 322, 327, 331, 335. 24 Mednyánszky László naplója (wie Anm. 7) 37. - Pest, 14. Dezember 1895. 25 Ebd. 38. 26 Pollak, Friedrich: Österreichische Künstler. Wien, 1905. Weitere Maler, die unten erwähnt werden, gehörten zum Kreis um Emil Jakob Schindler: Julius Berger, Hugo v. Charlemont, Franz Rumpier, Eduard Zetsche. 27 Markója (wie Anm. 16) 170. Bei diesen Darstellungen handelt es sich um Frühwerke, da die Ausdrucksweise für Mednyánszky eher unüblich ist - vielleicht entstanden sie als Experimente. Die Arbeiten blieben im Schloss von Strázky aufbewahrt, von wo sie später in die Slowakische Nationalgalerie gelangten. 28 Abendlandschaft mit Fluss und Baumgruppe (Podvecerná krajina s riekou a skupinou stromov. Stromy pri rieke, um 1880, •S7VG, Inv.-Nr. O 296); Herbstlandschaft. Spiegelung (Jesenná krajina. Zrkadlenie, um 1885, SNG, Inv.-Nr. O 492); Hang im Herbst mit Baum (Jesenny svah so stromom, um 1885, SNG, Inv.-Nr. O 5016). 29 Czóbel (wie Anm. 2) 65. 30 Szemelvények Mednyánszky László korai naplójából (wie Anm. 5) 339. 31 Das Gemälde Herbst wurde im Zweiten Weltkrieg vernichtet. Repr. siehe: Wilhelm Bernatzik. Katalog der Gedächtnisausstellung. Wien 1907. Ein ähnliches Motiv befindet sich bei Mednyánszky Der Sitzende Bauer (Sediaci sedliak, um 1885, SNG, Inv.-Nr. O 3277). Weitere Parallelen sehen wir aufgrund eines ähnlichen Erfassens der Malkunst, bzw. aufgrund von gemeinsamen Wurzeln, in Bernatziks Bild Die Heilsboten aus dem Jahr 1887 (Niederösterreichisches Landesmuseum, Inv.-Nr. 6627). Für wertvolle Informationen bedanke ich mich bei Herrn Karl Brunhuber, der an der Universität Wien eine Diplomarbeit über das Werk von Wilhelm Bernatzik geschrieben hat. 32 Der Junge am Bienenhaus (Chlapec pri vceline, um 1885, SNG, Inv.-Nr. O 2777). 33 Mednyánszky László naplója (wie Anm. 7) 144. - Pest, 10. September 1917. 34 Tina Blau 1845-1916. Eine Wiener Malerin. [Ausstkat.] Österreichische Galerie im Oberen Belvedere, Wien. Hrsg. v. HansSchöny Aurenhammer, Zdrawka Heinz-Ebenstein. Wien 1971; Roser-De Palma, Amélie: Die Landschaftsmalerin Tina Blau. Dissertation. Wien 1971; Pleinair - Die Landschaftsmalerin Tina Blau (1845-1916). [Ausstkat.] Jüdisches Museum der Stadt Wien. Hrsg. v. Tobias G. Natter. Wien 1996. 35 Dabei meine ich die Linie, die sich durch folgende Gemälde zieht: Kleiner Hirt am Ufer des Flusses (Pastierik na brehu rieky, um 1880, SNG, Inv.-Nr. O 2658); Sommerlicher Himmel. Landschaft mit Wolken (Letné nebo. Krajina s mrakmi, um 1885, SNG. Inv.-Nr. O 1660); Bauernburschen auf der Wiese (Parobci na lúke, um 1885, SNG, Inv.-Nr. O 2923); Ruhende Jungen (Odpocívajúci mládenci, um 1890, SNG, Inv.-Nr. O 2831) und in der späteren Periode das Gemälde Bergsee (Hegyi tó) (Kat. 69) und Dorf in den Alpen (Ungarischer Privatbesitz). 36 Moll, Carl: Emil Jakob Schindler (1842-1892). Eine Bildnisstudie. Wien 1930. 12-17, 28-30. 37 Zum Beispiel „übt die reine grüne Farbe beim Tageslicht immer eine positive Wirkung auf das Auge aus; auf der Bildfläche ist sie aber meist voll von Schmerz." (Ebd. 29). Vgl. z. B. mit der Physiologie der Farben in Mednyánszkys Tagebuch. 38 Ebd. 55. 39 Bei Malonyay (sie Anm. 4) 29.; Kállai (wie Anm 12) 78. Hier trägt das Bild den Titel Érkezők [Die Kommenden]. 40 Rudnyánszky, Gyula: Az áruló guzsaly vagy „Három alma, meg egy fél, kérettelek, nem jöttél". Szép história három énekben. 3 szép képpel. Rajzolta Báró Mednyánszky László [Der verräterische Spinnrocken oder. „Drei Äpfel und ein halber dazu, ich ließ dich bitten, wer nicht kam, warst du". Schöne Historie in drei Liedern. Mit 3 schönen Bildern gezeichnet von Baron László Mednyánszky]. Budapest [1883]. Geschichte von Ágnes Boglár, die nach dem Besuch von Leute aus Deberecen allen einen Korb gibt. 1. Zeichnung: Ágnes am Spinnrad; 2. Zeichnung: Ankunft der Gäste aus Debrecen, 3. Zeichnung: Pistas Trauer. 41 Illustration zum epischen Gedicht Der verräterische Spinnrocken von Gyula Rudnyánszky (Kat. 327). 42 Malonyay (sie Anm. 4) 45. 43 Als Beispiel für die zahlreichen Kopfstudien seien genannt: Kopf eines Jünglings vor dunklem Hintergund (Hlava mlädenca na tmavom pozadi, um 1880, SNG, Inv.-Nr. O 5006); Kopf eines Knechtes mit kleinem grünen Hut (Hlava paholka v zelenom klobúciku, um 1880, SNG, Inv.-Nr. O 618) (Abb. 1).