A Nemzeti Szalon kiállításainak katalógusai 1932

I. Osztrák alpesi kiállítás

Szalon übernahm. Aufrichtig gestanden ist er der Einzige, der mich unterstützte. Von allen Seiten, wohin ich mich um moralische Unter­stützung wandte, strahlte mir nur der Pessimismus der heutigen schweren Zeiten entgegen und jeder hielt es für unmöglich, bei den heutigen schweren Verhältnissen eine solche Ausstellung zu stände zu bringen. Andere wieder verzögerten die Unterstützung, da sie meinten, dass die Ausstellung pekuniären Interessen diene. Das habe ich qelernt, dass man zur Erlangung der Schönheiten viel kämpfen muss und wenn ich nicht Bergsteiger wäre, hätte dieser Pessimismus die Durchführung meines Entschlusses sicher verhindert. Die Kleingläubigen hatten nicht recht, denn sieh, die österreichische alpine Ausstellung ist dennoch zustande gekommen. Der Pessimismus konnte nur in so fern schaden, dass die Ausstellung nicht so reichhaltig, so vielseitig wurde, wie das ein be­geisterungsfähiger Mensch sich unter der Wirkung der Schönheiten der tiroler Berge vorqestellt hatte. Indem ich diese bescheidene Ausstellung dem Wohlwollen des Pub­likums empfehle, sei mir zum Schluss gestattet mit ein paar Worten ein tiroler Erlebnis zu erzählen. Ein mit Rasen bewachsener Weg führt auf einem kahlen Joch zu der von den Italienern abgetrennten südtiroler Berggegend. Am Wegrande in Tirol sind überall grobgeschnitzte Holzkreuze zu sehen. Vor so einem Kreuz auf diesem Wege kniet ein mit Holzscheiten schwer belandener weisshaariger Tiroler. Mehrere Stunden sah ich keinen Menschen, darum wartete ich geduldig, bis er seine Andacht beendete, damit ich einige Worte mit ihm wechseln könne. Ich sah zu, als er unter der Last ge­krümmt vor dem Kreuze niederkniete. An seinen Füssen waren formlose, genagelte Bergstiefel und seine harfen, von der Arbeit rissigen Hände konnte er kaum falten. Sein wirres weisses Haar bedeckte sein Gesicht und fiel auf die ärmeldes abgetragenen Flanellhemdes. Er arhob sich, mit einem Ruck brachte er die Last auf dem Rücken in die richtige Lage und mit seinen friedlichen blauen Augen mich anblickend begrüsste er mich mit einem freundlichen ,,Grüss Gott". Nach einigen Fragen be­züglich des Weges wies er auf die in der Ferne im blauen Nebel zusam­menfliessenden Berge Südtirols, indem er sagte: „Für sie habe ich ge­betet". Dann brach das vollkommene Mitempfinden in einem unwillkür­lichen Wort aus mir heraus und ich sagte: „Bruder!" Denn dort in den tiroler Bergen empfand ich das gemeinsame Schicksal, das die Österreicher

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