Nagy Ildikó szerk.: A Magyar Nemzeti Galéria Évkönyve 1992-1996 (MNG Budapest, 1998)

BUZÁSI, Enikő: EINIGE KAPITEL AUS DEM LEBENSWERK DES BILDNISMALERS ÁDÁM MÁNYOKI - Katalog

a. Johann Martin Bernigeroth (1713-1767) ­Nachstich nach Mányokis 1718 ausgeführtem Bildnis. Kupferstich Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett Inv. Nr.: 136-1894. Signiert: „Bernigeroth fc Lips" Inschrift:,, Frau Charlotta Friderica gebohme Meürerin, Herrn D. Joh. Christoph Zeümers, Konigl. Pohlnischen und Churfürstl. Sächß. Comission Raths und Creyssamtmanns in Thüringen, gewesene Eheliebte, ist gebohren den 5. Augusti, Ao 1696 und Seel verstorben am 30. Augusti 1721." Vollkommen übereinstimmende Komposition mit dem im Schloß Grunewald ausgestellten Bild. Auf dem Stich wird nicht angegeben, daß die Vorlage eine Arbeit Mányokis war. Literatur: Weidler 1914. 168 (Vorlage unbekannt); Singer Xlll. 1934. 206. Nr. 99271 (Vorlage unbekannt). Siehe Abb. 114. (Nr. 89); Abb. 113. (Nr. 891a) 90. BILDNIS EINES ARISTOKRATEN IN HARNISCH Um 1718 Öl, Leinwand 135 x 98 cm Krakau, Múzeum Narodowe w Krakowie Inv. Nr.: XII. A. 32. In der Sammlung von Krakau als Bildnis August II. geführt. Literatur: Lázár 1926. II. 463, 474. Nr. 113; Lázár 1933. 26, Tafel XVII/a. Siehe Abb. 102. 91. DAME EINE MASKE HALTEND (Teresa Gräfin Lubieriska?) Um 1718 Öl, Leinwand 79 x 63,5 cm Budapest, Ungarisches National museum, Historische Bildergalerie Inv. Nr.: 1910. Prov: Geschenk. Seit 1931 im Königlichen Schloß von Buda, durch den Staat aus Wiener Privatbesitz erworben. 1949 dem Ungarischen Nationalmuseum übergeben. Restauriert: Anna Bujdosó, 1975. Bereits zuvor doubliert. Als das Bild nach Ungarn kam, vermutete man darin das Bildnis der Gattin des Fürsten Franz II. Rákóczi, diese Annahme wurde später durch das authentische Bildnis der Fürstin (David Richter, 1704. Budapest, Ungarisches Nationalmuseum) nicht bestätigt. Angesichts der starken Ähnlichkeit mit dem Bildnis Lubieriska im Museum Lazienki von Warschau dürfte das Bildnis eher von Teresa Lubieriska, der Gattin des Kastellans von Sandomierz Boguslav Lubieriski gemalt worden sein. Ebenso irrtümlich dürfte die Annahme hinsichtlich der Provenienz des Bildes sein, wonach es aus der Dresdner Sammlung stammen sollte, wo es angeblich als „Dame mit Maske" geführt wurde. Unter den Werken Mányokis in den Dresdner Inventarbüchern kommt aber diese Bezeichnung nicht vor, und das Bild läßt sich mit keinem eingetragenen Bildnis Mänyokis identifizieren. Aufgrund der Maße und der vermutlichen Dargestellten dürfte das Bild eher zur Bildnisfolge des Lazienki-Museums gehört haben. An dem Gemälde lassen sich Ungleichmäßigkeiten in der Qualität sowie erhebliche Unterschiede in der Malweise beobachten, was den Schluß nahelegt, daß das Bildnis nicht gänzlich von Mányokis Hand stammt. Nur der Kopf, die Brustpartien und die rechte Hand, eventuell noch die Draperie im Hintergrund sprechen für Mányoki, das übrige stammt von einem Maler mit wesentlich geringeren Kenntnissen, der das von Mányoki wohl unvollendet gelassene Bildnis vollendet hat. Literatur: Harsányi Zs.: Rákócziné Mányoki-port­réja hazajött [Das Bildnis der Fürstin Rákóczi von Mányoki ist heimgekehrt]. Pesti Hírlap 30. Januar 1931; Lázár, 1933. 13-14, 18/Anm. 8, 134, Tafel Il/b (als Bildnis der Fürstin Rákóczi); Katalog Buda­pest 1935. Nr. 9 (als Bildnis der Fürstin Rákóczi); Mányoki Gedächtnisausstellung 1957. Nr. 22 (als Weibliches Bildnis); Rózsa 1976. 481/Anm. 18 (als Bildnis der Fürstin Rákóczi in Zweifel gezogen) Siehe Farbabb. 8, Abb. 116. 92. WEIDMANN, Moritz Georg (1686-1743) Buchhändler in Leipzig und kursächsischer Hofrat. Erwarb 1710 das Bürgerrecht in Leipzig. Einer der ersten Eigentümer der 1682 gegründeten Weidmannschen Buchhandlung. In seinem Verlag erschien ab 1728 regelmäßig die erste periodische Veröffentlichung, der Dresdener „Hof- und Staatskalender".

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