Nagy Ildikó szerk.: A Magyar Nemzeti Galéria Évkönyve 1992-1996 (MNG Budapest, 1998)
BUZÁSI, Enikő: EINIGE KAPITEL AUS DEM LEBENSWERK DES BILDNISMALERS ÁDÁM MÁNYOKI - Katalog
Königl. Garde-Meubles-Verwaltung, Cap. I. B. 21. Dresdener Gemäldeinventar 1722/28. Lit: B. Inv. Nr.: 1332. „... - der Krön Marschall Bielinsky - IE 10 1E4Z..." Zur Zeit der Aufstellung des Inventars („Befinden sich dato"): „Pillnitz". Zuvor („Geliefert"): „Grün Gewölbe". Dresdener Gemäldeinventar „vor 1741" Fol. 36v „Pohl. Portraits - Pohl. Dames und Cavalliers" Lit: B. Inv. Nr.: 1332. „... - der Krön Marschall Bilinska [sie!] - Bfrustbild] - IE HZ - IE 4Z ..." Zur Zeit der Aufstellung des Inventars („Befinden sich dato"): „Stall Magazin und Stall Boden". Zuvor („Geliefert"): „Grün Gewölbe". Die Identität des Dargestellten bleibt ungewiß, in der Literatur werden zwei Varianten vertreten. Matthäi bezeichnet in seinem Katalog von 1837 das Bildnis als „Der Grossmarschall von Polen Graf Bielinsky. Palatin von Culm". Diese Bestimmung wurde von Wurzbach, ergänzt durch den Vornamen Franz, übernommen, und ebenfalls mit diesem Vornamen ging sie in die Monographie von Lázár ein. Später warf Lajos Hopp auf, daß das Porträt den Vater des Franz Bielinski, den im März 1713 verstorbenen Krongroßmarschall Kazimierz Ludwik Bieliriski darstellen könnte. Dieser Annahme widersprechen aber das Alter des Dargestellten (laut seiner Biographie müßte Kazimierz Ludwik Bielinski mindestens 55 Jahre alt gewesen sein), sowie der Umstand, daß das Bild in der älteren Literatur als Bildnis des Palatins von Chelm geführt wird, aber dieses Amt bekleidete von den beiden nur Franz Bielinski (1683-1766), seit seiner Ernennung am 28. Dezember 1725. Demgegenüber steht die Tatsache, daß Franz Bielinski erst 1732 zum Krongroßmarschall von Polen erhoben wurde, während das Dresdner Gemäldeinventar von 1722/28 dem Dargestellten diesen Rang bereits zuspricht. (Bezüglich der Lebensdaten s. Polski Slownik Biograficzny. Bd. II. Krakow 1936. 47^18, 53-54 sowie Kneschke I. 1859. 419.) Die Entscheidung wird auch durch das authentische Bildnis des Franz Bieliriski (Múzeum Historyczne w Warszawie), das mit dem Dargestellten des Dresdner Bildnisses starke Ähnlichkeit aufweist, keinesfalls erleichtert. (Repr. bei A. Berdecka - J. Turnau: Zycie codzienne w Warszawie okresu Oswiecenia. Warszawa 1969. Abb. 28. Die Kenntnis des Bildes verdanke ich Lajos Hopp. Neuerdings veröffentlicht als ein Werk von Augustyn Mirys, nach 1766: Katalog Dresden 1997. 89. Nr. 31.) Literatur: Matthäi 1873. 79. Nr. 395 (als Mányoki); Wurzbach (16) 1867. 404 (Bildnis des Franz Bielinski); Müller 1895. 138; Petrovics 1925. 4. Nr. 9; Lázár 1926. I. 98. 99. Nr. 8; Thieme-Becker XXIV. 1930. 46; Lázár 1933. 18, 118, Tafel VI (Bildnis des Franz Bieliriski); Hopp 1973. 737 (Bildnis des Kazimierz Ludwik Bieliriski). Siehe Abb. 54. 60. CHRISTIAN LUDWIG, Markgraf von Brandenburg-Schwedt (1677-1734) Sohn des „Großen Kurfürsten" Friedrich Wilhelm und der Markgräfin Dorothea von HolsteinGlücksburg. Studierte ab 1692 an der Universität Leyden, seit 1694 Ritter des Johanniterordens. 1696 Generalmajor, 1697 Feldmarschalleutnant. 1696 Statthalter und Domprobst zu Halberstadt. 1701 Ritter des Hohen Ordens vom Schwarzen Adler. Literatur: König I. 1788. 207-208; Priesdorff 60. 1714 Öl, Leinwand 75,5 x 62,5 cm Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister Inv. Nr.: Mo 1878. Prov.: Aus den königlich sächsischen Sammlungen. Galerie Nr. 146. Verzeichnis der dem Verein „Haus Wettin Albertinischer Linie e. V." gehörigen Bilder. Aufgenommen im August 1928 v. Kanzleirat Schubert. Ms. Staatsarchiv Dresden. Cap. I. B. p. 117. Nr. 7. Königl. Garde-Meubles-Verwaltung, Cap. I. A. b. 40. Dresdener Gemäldeinventar 1722/28. Lit: B. Inv. Nr.: 1304. „... - Son altesse royal Möns. Chretien Louis Marggraf de Brandenb. - IE 10Z- IE 3Z..." Zur Zeit der Aufstelluung des Inventars („Befinden sich dato"): „Pillnitz". Zuvor („Geliefert"): „Grün Gewölbe". Dresdener Gemäldeinventar „vor 1741" Fol. 45r „Preußische Porträts" Lit: B. Inv. Nr.: 1304. „Manjocki [spätere Eintragung!) - Christian Ludw. Marggr. zu Brandenburg - B[rustbild] - IE 10Z 1E3Z..." Zur Zeit der Aufstellung des Inventars („Befinden sich dato"): „Stall Magazin und Stall Boden". Zuvor („Geliefert"): „Grün Gewölbe". Die Autorschaft des im Dresdner Inventarbuch als unbekannt geführten Gemäldes läßt sich mit der Rechnung Mányokis belegen. Es ist maßgleich mit den übrigen in der Verrechnung aufgezählten Bildern.