Nagy Ildikó szerk.: A Magyar Nemzeti Galéria Évkönyve 1992-1996 (MNG Budapest, 1998)

BUZÁSI, Enikő: EINIGE KAPITEL AUS DEM LEBENSWERK DES BILDNISMALERS ÁDÁM MÁNYOKI - Anmerkungen

250 Katalog Braunschweig 1980. 14-15. (Raupp); Raupp 1984. 103-114. 251 Czok 1989. 133-142, Kapitel: „Leipzig als Nebenresidenz". 252 Es sei hier erwähnt, daß man unter den 12 Gemälden, die in der Sammlung des Warschauer Nationalmuseums unter dem Namen Mányoki geführt werden, außer den in vorliegendem Aufsatz bereits erwähnten nur das Bildnis der Gräfin Lubiehska als Werk Mányokis akzeptieren kann, wobei nicht ausgeschlossen werden kann, daß es sich um eine Replik nach einem eventuell noch zum Vorschein kommenden Original aus Dresden handelt (Kat. Nr. 85). Das nach Budapest gelangte Bildnis einer Dame mit Maske von ungewisser Provenienz, das aufgrund der starken Ähnlichkeit wahrscheinlich ebenfalls die Gräfin Lubiehska darstellt, läßt sich ebenfalls unter die wohl auch ursprünglich zusammenhängenden Warschauer Bilder einreihen. (Kat. Nr. 91 ) Die Bilder des Warschauer Nationalmuseums stammen übrigens aus der Sammlung des polnischen Königs Stanislaw August (Poniatowski). Ihre erste Erwähnung findet sich im 1795 angelegten handschriftlichen Verzeichnis der Warschauer königlichen Sammlungen („Catalogue des Tableaux appartenant à Sa Majesté le Roi de Pologne 1795" - der Standort des Katalogs war im Jahr 1932: Zakladzie Narodowym im. Ossolirískich, Bibljoteca, Lwów), wo sie mit zwei Ausnahmen als Werke unbekannter Maler geführt wurden. (Vgl. auch den Sammlungskatalog Mahkowskis aus 1932, der auch als Veröffentlichung der Quelle gelten kann.) Die Autorschaft Mányokis wurde bezüglich der meisten Warschauer Bilder von Stanislaw Iskierski aufgeworfen, der im Sammlungskatalog des Lazienki-Palastes (Iskierski 1931. 25-27) ohne Begründung 16 Bildnisse dem Maler zuschrieb, obwohl im Verzeichnis von 1795 nur das Bildnis des Krongroßkanzlers Jan Szembek und das des Grafen Jakob Henrik Fleming unter Mányokis Name geführt wurden. Iskierskis Attributionen von 1931 wurden aber nicht nur von Lázár in seiner Monographie übernommen, sondern im wesentlichen auch in der jüngeren Literatur unverändert belassen (vgl. Chudzikowski 1964. 57-60: ferner Katalog Warszawa 1969. 250-254). Bezüglich der Autorschaft Mányokis wurden lange Zeit nur in der Silvestre- und in der Pesne-Forschung Zweifel angemeldet, unter anderen im Zusammenhang mit dem Bildnis Heining, das im Inventar von 1795 als Mányoki galt (vgl. Marx 1969. 26-27; Ryszkiewicz 1957. 167-168). Neuerdings kam es nur anläßlich der Dresdner Ausstellung von 1997 zu berechtigten Anzweifelungen seitens der polnischen Kollegen. ( Katalog Dresden 1997. Nr. 271. Stanislaw Einest Dönhoff; Nr. 476. Jan Jerzy Przebendowski; Nr. 566. Maria Aurora von Königsmarck; Nr. 567. Anna Constanze von Cosel) Einzig das schwächste, störend flache und anspruchslos ausgeführte Stück unter den Fehlattributionen, das angebliche Bildnis der Angélique de Barque wurde ihm weiterhin unverdientermaßen zugesprochen: „Das Bildnis gehört zu den besten Arbeiten Mányokis aus seiner Schaffenszeit am Warschauer und Dresdener Hof..." Das Bild ist eine schwache Kopie des Bildnisses einer unbekannten Dame von Pierre Gobert aus der Zeit um 1705, das 1707 durch Kauf aus Paris in die Dresdner Sammlung gelangte. (Dresdener Gemäldeinventar 1722/28 Lit: A. Inv. Nr.: 945. Freundliche mündliche Mitteilung von Prof. Dr. Harald Marx, 1992.) Man kann das Bild nicht einmal als Kopie als eine Arbeit von Mányoki gelten lassen.

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