Fehér György szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1995-1997 (Budapest, 1998)
ZSIGMOND CSOMA-GYÖRGYI GYÖRKÉ: Die bäuerliche und bauer-bürgerliche Lebensform und Trianon - Tatsachen und Illusionen im Leben der Minderheiten Mitteleuropas (Historisch-ethnographische Ausstellung zum Anlaß des 75. Jahrestages der Unterschreibung des Friedensvertrages von Trianon)
durch italienische Vermittlung erreichte man die Volksabstimmung für Sopron und Umgebung. (Bei der Volksabstimmung nahmen 65% der Bevölkerung für die Zugehörigkeit zu Ungarn Stellung.) Aus der großen Umgestaltung des Donau-Beckens gingen nur zwei Staaten mit minimalen nationalen Minderheiten heraus: Österreich und Ungarn. Die Lage der Minderheiten wurde zum allgemeinen Problem der ganzen Region, weil die Vorschriften des Friedensvertrages bezüglich der Rechte der Minderheiten zum größten Teil nur auf dem Papier verblieben. Die Geschichte der Nation war nicht mehr die Geschichte des Staates. In der Entwicklung des Landes wurde Trianon zum verhängnisvollen Hindernis für die Demokratisierung, der Wachhalter des rechten Konservativismus. Das Trauma von Trianon traf in dieser Region das besiegte Ungarntum. Das Schicksal und die Aufteilung der Region wurde aber erst in den Jahren 1944-1945 besiegelt, nachdem die irredentischen Ansprüche nur Mussolini und Hitler erfüllen hätten können, was eine neue Tragödie für das Land bedeutete...