Fehér György szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1995-1997 (Budapest, 1998)

ZSIGMOND CSOMA-GYÖRGYI GYÖRKÉ: Die bäuerliche und bauer-bürgerliche Lebensform und Trianon - Tatsachen und Illusionen im Leben der Minderheiten Mitteleuropas (Historisch-ethnographische Ausstellung zum Anlaß des 75. Jahrestages der Unterschreibung des Friedensvertrages von Trianon)

Die bäuerliche und bauer-bürgerliche Lebensform und Trianon 1 ZSIGMOND CSOMA-GYÖRGYI MARTON, FRAU GYÖRKÉ Tatsachen und Illusionen im Leben der Minderheiten Mitteleuropas (Historisch-ethnographische Ausstellung zum Anlaß des 75. Jahrestages der Unter­schrei bioig des Friedensvertrages von Trianon) Eine Ausstellung wurde im Maierhofsmuseum „Georgikon v in Keszthely veranstaltet, wo das wissenschaftliche Drehbuch von Dr. Zsigmond CSOMA, Herder­und Soros-stipendiat, Oberrat, Universitätsdozent, angefertigt wurde. Der größte Teil der Minderheiten Ungarns ist in die seit der Zeit der Türkenherrschaft (16. Jh.) entvölkerten Teile des Landes durch spontane und organisierte Ansiedlung gekom­men. So entstand das durch viele Nationalitäten und Kulturen gekennzeichnete ungarische Königtum im österreichischen Reich. Die unterschiedlichen Produktionskulturen in der großflächigen und mikroregionalen Arbeitsteilung ergänzten einander. Die charakteristischen wirtschaftlichen und volkstümlichen Stereotypen der verschiedenen Nationalitäten in den Berufszweigen bedeuteten das spezielle Wissen und die ökologischen Gegebenheiten. Das Anwachsen der Zahl der Nationalitäten und Minderheiten zu Beginn des 19. Jhs. ergab auch reine nicht ungarische Gebietsblöcke. Die Deutschen lebten am Rande von Budapest, in Süd- und Westungarn und die Slowaken auf einem kleineren Gebiet in Südost­Ungarn in kompakter Einheiten. Solange ab dem 17. Jahrhundert das Ungartum im Westen, auf den Gebieten nahe der Alpen als Sprachinsel in der Minderheit lebte, wurden im 18. Jahrhundert die Rumänen in Siebenbürgen zur Mehrheit-, doch nicht zur herrschenden, staatsbildenden Nation. Die Assimilation der Nationalitäten wurde im zweiten Teil des 19. Jhs. zur allgemeinen Erscheinung. Dies bedeutete zum Teil eine spontane, zum Teil eine durch die Schulbildung und durch die Administration geleitete Magyarisierung und Assimilation. Die Österreich­Ungarische Monarchie schuf jedoch bei all ihrer Widersprüchlichkeit einen wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Rahmen zur Zusammenarbeit für die hier lebenden Völker. Das Zahlenverhältnis der Ungarn wuchs durch die Assimilation, die Auswanderung und die Migra­tion vor allem in den administrativen Zentren, in den Städten. Im Magyarisierungsprozeß gingen die Juden voran. Die Zahl der die ungarische Kultur und Sprache pflegenden Juden 1 A keszthelyi Georgikon Majormúzeumban rendezett időszaki kiállítás forgatókönyvének és képanyagának német változata. A kiállítás az Illyés Közalapítvány, a Magyar Mezőgazdasági Múzeumért Alapítvány, a Rákóczi Szövet­ség és a Central Európa Alapítvány támogatásával készült. Paraszti és paraszt-polgári életforma és a trianoni békeszerződés. Tények és illúziók a közép-európai kisebbségek életében. Történeti-néprajzi kiállítás a trianoni békeszerződés aláírásának 75. évfordulójára. Kiállítás Keszthelyen 1995 tavaszától őszéig.

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