Für Lajos szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1986-1987 (Budapest, 1987)

TANULMÁNYOK - Fehér György: Az alagcsövezés gazdasági problémái Magyarországon (1852-1918)

Die wirtschaftlichen Probleme der Dränierung in Ungarn (1852—1918) Der Ackerboden kann durch die Einbeziehung der früher nicht bebauten Flächen in die Produktion (z.B. Umbruch von Rodungen und Weiden und Hochwasserab­wehr gemeinsam mit Flußregulierung usw.) vermehrt werden. Bei der Mehrheit der dicht bewohnten und wirtschaftlich entwickelten Länder war die Vermehrung der kultivierbaren Flächen nur in begrenztem Maße möglich. In diesen Ländern wurde die Melioration und deren Form, die Dränierung der Böden mit ungünstigen Gegebenheiten zu einem Vorhaben mit entscheidender Wichtigkeit. Die techni­schen, juristischen und finanziellen Bedingungen ihrer umfassenden Verwendung wurden Mitte des 19. Jahrhunderts zuerst in England geschaffen. Auch in den westlichen Komitaten Ungarns wurden die ersten Meliorationsversuche zu diesem Zeitpunkt durchgeführt. In der Zeit von 1852 bis 1854 wurden auf den Gütern neben Bakofa, Sarszentlörinc, Sajtoskal und Vep, die eine extensive Wirtschaft durchführten, die Felder mit schlechtem Unterboden und schlechter Wasserwirt­schaft dräniert. Die institutionellen Bedingungen der Dränierung, die spezieller Ingenieurkenntnisse und eines bedeutenden Kapitals bedürfen, wurden in Ungarn nur stufenweise geschaffen. Nach 1879 entstanden die Institutionen (z.B. Lande­samt der Kultivieringenieure), und wurden die juristischen und finanziellen Maß­nahmen erlassen (1885—1889), die die Verbreitung dieses kostspieligen Meliora­tionsverfahrens beschleunigten. Vor 1879 betrung die Größe der dränierten Felder etwa 1500—2000 Kataster­joch, zwischen 1879 und 1918 nahm diese Fläche um weitere 55000 Katasterjoch zu. In Ungarn hat man auf den meliorationsbedürftigen Produktionsflächen in erster Linie die weniger kostspielige Entwässerung bevorzugt, dieses Verfahren wendete man bei 95,1% der meliorierten Flächen an, während der Anteil des dränierten Ackerbodens und der Wiesen insgesamt 3,1% betrug. In den westlichen und nordwestlichen kapitalstarken Großbetrieben und Großpächtereien des Lan­des mit extensiver Wirtschaft hat man große Anstrengungen zur Erhöhung der Dränierung unternommen. Der Staat hat deren Möglichkeit aus eigenen Resspur­cen (Dränagerohrpresse, kostenlose Kulturingenieurarbeit, einmalige Kredite usw.) gesichert, während die kleineren Grundbesitzer lokale Initiativen dazu unter­nommen haben (z.B. entstand in Szepesbela eine Gesellschaft für Dränierung und Entwässerung). Im Ergebnis der gemeinsamen Anstrengungen wurde vor dem ersten Weltkrieg auf ca. 57000 Katasterjoch die Dränierung durchgeführt. Der Kreditmangel sowie die Tatsache, daß die Größe und Qualität der kultivierbaren Fläche auch in einer

Next

/
Thumbnails
Contents