Takács Imre szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1975-1977 (Budapest, 1978)

P. Erményi Magdolna: Forrástanulmány a régészeti korokból származó csonthéjas gyümölcsleletekről Közép-Európában

» TEMPIR, Z. 1962. Nález pecek a skofápek z plodú ovochych drevin v Opatovicích nad Labern. AR. 14:497. 510-516. Praha. TEMPIR, Z. 1966. Vysledky paleoetnobotanického studia pestováni rostlin na územi CSSR. Vedecke práce. Ceskoslovenského zemédélského muzea. 6. 27-144. Praha. WERNECK, H. L. 1955. Der Obstweihefund im Vorraum des Mithraeums zu Linz Donau, Oberösterreich. Naturkundliches Jahrbuch der Stadt Linz. 41-54. WERNECK, H. L. 1956. Römischer und vorrömischer Wein- und Obstbau im österreichischen Donauraum. Verhandlungen der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft in Wien. 96. 114-131. Wien. WERNECK, H. L. 1961. Ur-und frühgeschichtliche sowie mittelalterliche Kulturpflanzen und Hölzer aus den Ostalpen und dem südlichen Böhmerwald. (1949-1960) Archeológia Austriaca, 29. 68-117. Wien. ZSUKOVSZKIJ, P. M. 1950. Kulturnüe rasztenija u jih szorodicsi. Moszkva. RÖVIDÍTÉSEK A R. Archeologické rozhledy CSM. Casopisu Slezského musea MMMK Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei Spraw. Arch. Sprawozdania Archeologiczne OUELLENSTUDIE ÜBER DEN STEINFRUCHTFUNDEN IN MITTELEUROPA AUS ARCHÄOLOGISCHEN ZEITEN von. P: MAGDOLNA ERMÉNYI In der Abhandlung wurden die Forschungsergebnisse der aus den einzelnen archäologischen Zeiten stammenden Steinfrüchte aus den mitteleuropäischen Ländern erörtert und zusammengefasst. Bis zur Römerzeit gab es in ganz Mitteleuropa nur sehr wenig Fundmaterial von Früchten. Gerade deshalb ist jede Angabe bei der Verarbeitung der Geschichte des Obstbaues bedeutend, damit man die Anwesenheit der Früchte in gegebener Zeit beweisen kann. Die aus dem Neolitikum stammenden geringen Funde sind nur schwer zu bewerten. Unter ihnen sind die Steinkernfunde der Krieche aus Westdeutschland bedeutend, die schon als Steinkerne von domestizierten Früchten betrachtet werden können. Auch Bruchstücke von Steinschalen der Pflaumen und Aprikosen, die am südwestlichen Rand der Sowjetunion, im Bezirk Dnetrow-Prut freigelegt wurden, lassen auf angebaute Pflanzenkultur folgern. Ab Ende der Kupferzeit, vom Anfang der Bronzezeit zeugen die Steinkerne der Krieche aus den Pfahlbauten der schweizerischen Seen von dem Gebrauch dieser Frucht. Die Pflaumenfunde vom Ende der Bronzezeit und aus der frühen Eisenzeit in Ungarn und im südlichen Teil der Tschechoslowakei sind noch zu erwähnen. Die aus Westdeutschland, in der keltischen Siedlung von Schwäbisch-Hall stammenden Steinkernfunde von Kirschen- und Pflaumen können auf Grund ihrer Steinkerngrössen schon als gezüchtete Früchte betrachtet werden. In der Römerzeit hat sich die Gartenkultur höheren Niveaus verbreitet. Mit der steigenden Macht von Rom haben sich die mediterran Arten besserer Qualität verbreitet, die durch Berührung mit der örtlichen Population von wüden oder domestizierten Obstarten, eine Möglichkeit zur weiteren Vermehrung von neuen Formen und Varianten ergaben. Die Siedlungen wurden nach Muster des römischen Reiches gebaut,wo die Gärten und in ihnen die verschiedenen Obstarten eine wichtige Rolle erhielten. Aus dieser Zeit wurden die Steinkernfunde von Unterarten der Zwetschge, die Kirsche, der Pfirsich, die Aprikose in Ungarn, Österreich und Westdeutschland an mehreren Fundorten freigelegt.

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