Wellmann Imre szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1971-1972 (Budapest, 1973)

Takács, Lajos: Die Hakensichel in Ungarn

DIE HAKENSICHEL IN UNGARN LAJOS TAKÁCS (Budapest, Hungary) Heute lebt die Hakensichel in Europa in Erntefunktion nur noch auf dem nördlichen Randgebiet; sie wurde übrigens stufenweise allerorts durch die entwickeltere Bogensichel vom Gebrauch verdrängt. Doch tauchen verein­zelte Exemplare der Hakensichel manchmal selbst auf dem klassischen Ver­breitungsgebiet der Bogensicheln auf. So haben wir von zwei, sich in unga­rischen Museen befindlichen Stücken Kenntnis. Leider ist das eine, welches dem Ethnographischen Museum anheimgefallen ist, beschädigt, wurde auch umgeformt und ist als solches außer acht zu lassen. Als Funktion dieses Stück ­kes wird das Grasschneiden bezeichnet. Das andere Exemplar wird im Museum von Nagykanizsa aufbewahrt und verdient — selbst wenn es auch umgeformt wäre, wovon wir uns übrigens nicht überzeugen konnten — unsere Auf­merksamkeit (Abb. 1). Es hat einen krummen Bogen, besitzt eine breite Klinge und ist auch viel größer als die zum Grasschneiden benutzten Sicheln im allgemeinen. In bezug auf Gestalt und Maß (Länge: 50 cm) ist es den größeren Abb. 1. Hakensichel von Nagykanizsa 6* S3

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