Wellmann Imre szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1971-1972 (Budapest, 1973)

Für, Lajos: Bedeutundere Agrarkulturdistrikte um die Jahrhundertwende in Ungarn

[Pressburg und Neutra] pro Katastraljoch durchschnittlich 60—80 q, in den mittleren Teilen von Siebenbürgen bloß 20—25 q/KJ eingebracht). 9 Die Agrarkulturdistrikte spiegelten sich auch in der Verbreitung der ein­zelnen Tierarten wider. Auf der Innenseite des — vom Komitat Somogy über die Komitate Pest und Szolnok bis zum Gebiet von Krassó-Szörény sich ab­zeichnenden — Halbkreises wurde der Großteil der Pferde- und Schweinebe­stände gezüchtet. In diesen Distrikten waren für die großangelegte Pferdezucht der Getreidebau und die Entfernungen ausschlaggebend, während die Schwei­nezucht auf der — den Landesdurchschnitt weit überholende — Maiskultur ba­sierte. Die Schafzucht folgte der äußeren Halbkreislinie entlang — auf einer fast ebenmäßigen, mitunter breiteren Zone — vorwiegend in den Hügelland­schaften von Transdanubien und auf den nördlichen und Siebenbürger Hü­gelländern. Abgesehen von einigen innengelegenen Stellen, wie z. B. in den Komitaten Tolna und Baranya, folgte außerhalb der oben gezeichneten Linie die auf diesen Geländen vorherrschende Rindviehzucht. Zwischen den Beständen der diesseits und jenseits des Halbkreises gele­genen westlichen und östlichen Gegenden gab es jedoch in bezug auf die Zuchtart und Rasse wesentliche •— man könnte fast behaupten: „qualitative" -— Unterschiede. Im westlichen Raum des Halbkreises ergab sich das Schwer­gewicht des Rindviehbestands aus der in Stallungen, für Milchproduktion und Nutzzwecke intensiv gezüchteten rot-bunten Rasse westlicher Provenienz, wogegen in den östlichen Landesgebieten noch immer die extensive Zucht der höchstens halbgezähmten, herkömmlichen grau-ungarischen Rasse vorherr­schend war. 10 Wenn wir die Gründe der Unterschiede ermitteln wollen, kommen wir zum Ergebnis, daß die Produktion auf jenen Landesteilen einen höheren Stand erreichte, wo die Boden- und klimatischen Verhältnisse sowie die wirtschaft­lichen Gegebenheiten, der Futterpflanzenanbau, die mit der Tierzucht zusam­menhängende Mistdüngung und der Kunstdüngereinsatz, die angewandten Fruchtfolge-Methoden, die Mechanisierung und Geräteversorgung sowie die Zugkraftleistung ein optimales Niveau erreichten, das die moderne — oder zumindest modernere •— kapitalistische Warenproduktion zu dieser Zeit von der Agrarproduktion bereits erforderte. v M agyar Statisztikai Évkönyv 1890—1914. — A magyar korona országainak ... op. cit. Bd. II—IV. 10 GAÁL, LÁSZLÓ. A magyar állattenyésztés múltja (Die Vergangenheit der ungarischen Viehzucht). Budapest 1966. — VÖRÖS, ANTAL. A belterjes gazdál­kodás és szarvasmarhatenyésztés kialakulása a Dunántúlon (Ausbildung der in­tenst ven Landwirtschaft und Rindviehzucht in Transdanubien). Budapest 1968. — VÖRÖS, ANTAL. A belterjes gazdálkodás és állattenyésztés Mosón megyében (Die intensive Landwirtschaft und Viehzucht im Komitat Moson-— Wieselburg). Agrár­történeti Szemle 1964. — CSELKÖ, ISTVÁN. Szarvasmarhatenyésztés (Rindvieh­zucht). Budapest 1908. — Magyar Statisztikai Közlemények új sorozat. Bd. 41, 1—14. Bd. 51, 1—7. — A magyar korona országainak... op. cit. Bd. III., Kartenbeilagen.

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