Wellmann Imre szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1971-1972 (Budapest, 1973)

Lühning, Arnold: Über eine besondere Methode des Pflügens mit sechs Pferden in den holsteinischen Elbmarschen

tern") und mit der Elbe im Hintergrund, in die alle Wettern mit Sielen und Schleusen einmünden, deutlich erkennen. Der wirtschaftliche Wohlstand, der die Marschen durch viele Jahrhun­derte ausgezeichnet und zu der in Schleswig-Holstein überall geläufigen Re­dewendung von den ..reichen Marschbauern" geführt hat, prägt sich auch in der eindrucksvollen Größe der Bauernhäuser dieser Landschaft aus. Der Pflug der Elbmarschen, der fast immer sechsspännig gezogen wurde, muß im Zusammenhang mit den beiden eben erwähnten physikalischen Fak­toren gesehen werden: dem schweren fruchtbaren Marschboden und der durch das Entwässerungssystem bedingten langen schmalen Form der Ackerstreifen. Es sei hier eingeschoben, daß die holsteinischen Elbmarschen auch ein bekann­Abb. 1 tes Pferdezuchtgebiet gewesen sind, was zweifellos mit dem großen Bedarf an Pflugpferden in dieser Landschaft zusammenhängt. Dieser Pflug (Abb. 1), ein ungewähnlich großer schwerer Vierkantpflug, be­steht mit Ausnahme der eisernen Beschlagt eile (Langeisen, Schar, Zugketten, Be­schläge auf demStreiehhrett, an der Sohle und am Pflugbaum) ganz aus Eichen­holz. Seine Länge ohne Vorgestell beträgt etwa 4 Meter; alle Holzteile sind mit einem rotbraunem Schutzanstrich aus Ochsenblut, Ocker und Leinöl versehen. Diese Anstriche aus „Ochsenblutfarbe" wurden übrigens auch für Wagen, Eggen und anderes Arbeitsgerät gebraucht. Die schwere dreieckige Schar ist wie ein Schuh ohne zusätzliche BefestigungsVorrichtung auf die breite, vorn keilförmige Sohle aufgeschoben und wird in ihrer Lage allein durch den beim

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