Wellmann Imre szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1971-1972 (Budapest, 1973)

Kramarik, Jaroslav: Die geographische Verbreitung der Arl in Böhmen und Mähren und ihre kulturhistorische Bedeutung

Wallachei ein verhältnismäßig junges Gerät ist, das den Terrainbedingungen, d.h. dem Ackern auf Abhängen angepasst ist, und wie schon gesagt wurde, mit dem Kartoffelbau verbunden war. In vieler Hinsicht ist die weitere Form der sohlenlosen Arl: der er­wähnte Trautenauer Haken interessant. Seine erste Abbildung finden wir im Werke MEHLERs vor. Er stellt schon ein ziemlich reifes Ackergerät dar. von klarer handwerklicher Herkunft. Nach SACHs Klassifizierung gehörte die­ser Haken ursprünglich in die Gruppe der Arl mit Sohlensäule, welche sich nach Herrichtung und dem Einstellen der Schar in eine Grindelsäule ver­Abb. 3. Trautenauer Haken (J. MEHLER. Erste Sammlung der böhmischen Acker­räthe, op. cit. Abb. XX.) änderte; die ursprüngliche Sohlensäule kommt noch bei manchen häuslich verfertigten Haken vor, welche keine primitiven Vorgänger des handwerklich erzeugten Haken zu sein scheinen, eher aber von ihnen abgeleitet sind. Bei dem Trautenauer Haken fesselt vor allem seine Konstruktion die Aufmerk­samkeit, die Schaufelfonm seiner Schar und die Muffe in Form eines eiser­nen Bandes, besonders aber die Stelze, die in den böhmischen Ländern ganz vereinzelt ist (Abb. 3—5). Die historischen Angaben über den Haken im Gebiet Nordböhmens, Nord­mährens und Schlesiens stammen schon aus dem 14. Jahrhundert, aber man kann ihnen nichts über die Form des Ackergerätes entnehmen. Nach den Er­gebnissen der historischen Studien J. PETRÄNs kommt der Termin Haken an der Wende des 16. und 17. Jahrhunderts m den Inventarverzeichnissen der nordböhmischen Güter vor, also im Gebiet, in dem dieses Ackergerät auch heute

Next

/
Thumbnails
Contents