Wellmann Imre szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1971-1972 (Budapest, 1973)

Andrásfalvy, Bertalan: Weidegang und Hirtenwesen in Transdanubien und in der Großen Ungarischen Tiefebene

bung zur Autarchie der ersteren, und in einer Bestrebung zur Warenproduk­tion der letzteren. Von einer absoluten wirtschaftlichen Autarchie einer Familie, Großfamilie oder lokaler Gruppe kann seit der Steinzeit keine Rede sein. Der Austausch gewisser Güter war immer notwendig und vorhanden. Bezüg­lich unserer zwei Modelle ist es wichtig, zu unterstreichen, daß dieser autarche Charakter auch eine relativ komplexe, vielseitige Tätigkeit und Lebensführung bedeutete. Von einer Bauernfamilie wurden nicht nur ein Paar Joch Acker, Wiese und Weingarten bebaut und benutzt, sondern auch Wälder, Waldrodun­gen, Obstbäume; man jagte und sammelte in Wäldern, Rohr- und Sumpf gebie­ten verschiedene Tiere und Pflanzen, man fischte in gemeinsamen und als private anerkannten Gewässern usw. In solchem Rahmen der vielseitig-tätiger Bauernfamilie müssen wir uns unser transdanubisches Weidegang-Modell vorstellen. Dagegen wird die modernisierte Landwirtschaft für die einzelnen Familien immer einseitiger und spezialisierter. Diese Entwicklung löste nicht nur die alte Wirtschafts- und Lebensführung, sondern auch die soziale Struktur und das Denken auf.

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