Wellmann Imre szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1971-1972 (Budapest, 1973)

Heitz, Gerhard: Zur Struktur der Feudalrente

versucht, mit den herkömmhchen Methoden höhere Leistungen zu erpressen, ehe dann (1788) neue Bedingungen für den gutsherrlichen Eigenbetrieb ent­wickelt werden. 2. Die Landarmut wächst zahlenmäßig schnell an. Sie wird innerhalb des Sy­stems der spätfeudalen Produktionsverhältnisse in den sich allmählich wandeln­den agarischen Betrieb eingebaut. Bleiben dabei einerseits die persönlichen Bindungen und die Landteil-Versorgung, so zeichnen sich andererseits Elemente des späteren klassischen ostelbischen Landarbeitersystems ab: die Arbeitskraft­Sicherung durch Deputate und durch die Hofgänger, letzteres offensichtlich dem ausgeprägten Dienstleistungs-System der Fronbauern nachgebildet. 3. Die agrotechnischen Verbesserungen im Sinne de Überwindung 'traditionel­ler Landwirtschaft' sind, vom Umfang und Charakter der Rentenverpflichtungen her gesehen, schwer erkennbar und insgesamt noch offenbar gering. Je höher der Anteil der bäuerlichen Spanndienste, umso geringer sind theoretisch und praktisch die agrarischen Fortschritte anzusetzen. Der Zusammenhang von Ent­wicklung der Produktivkräfte und Gestaltung der Produktionsverhältnisse wird hier also eindeutig erkennbar und zugleich als methodisches Prinzip nutz­bar.

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