Wellmann Imre szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1971-1972 (Budapest, 1973)
Smelhaus, Vratislav: Die Teiche als Faktor gründlicher Wandlungen in der böhmischen Landwirtschaft
ge der Landwirtschaft ist die pflanzliche Produktion — ihr Erfolg nangt aber von der gründlichen Vorbereitung der Felder ab; mit der pflanzlichen muß auch die tierische Produktion im Gleichgewicht stehen, bei der als Hauptnutzen die Düngerproduktion betrachtet wird; um die Viehbestände auf der erforderlichen Höhe zu halten, muß man eine entsprechende Futtermittelgrundlage durch Einrichtung der Wiesen, besonders an Stelle der früheren Teiche sichern 8 . Schon auf die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts verblieb von der Gesamtheit zahlreicher Teiche auf dem besprochenen Gebiet nur ein Torso. Die meisten wurden nach ihrer Aufhebung ursprünglich als Wiesen benutzt, was sich erst nach der Einführung von Massenanbau der Zuckerrübe geändert hat. Wie groß die Rolle war, welche diese Teichsysteme in ihrer erwähnten meliorativen Funktion gespielt haben, wird daraus klar ersichtlich, daß ihre Aufhebung von neuem zu ungünstigen Veränderungen im Wasserregime des Gebietes führte, welche die lokale Entwicklung der landwirtschaftlichen Technik in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bedeutend beeinflußten und durch moderne Meliorationen beseitigt werden mußten, die da auch das höchste Prozent vom ganzen Lande erreichten. »Vgl. z. B. den authentischen Text 1785 Dymokury, Punkta, Obrig. 3 15/II/2: Feldbau: Solcher .. ist als Grund der ganzen Würtschaft zu betrachten. Er muss stets mit dem Viehstand verhaltungsmässig und zu sagen in einem Gleichgewicht gehalten werden. Nicht die Menge und Grösse der Felder bringt den Nutzen, sondern selber gute Bestellung und Bearbeitung. — Wieswachs: Da der Viehstand den Feldbau unterhalten muss, so ist vorzüglich zu sehen, dass solches zu aller Zeiten gut und hinlänglich mit Graas, Heu, Grommet, ich schweige mit Strohfutter ausgehalten werde; es ist also der Bedacht zu nehmen, dass die Wiesen auf das beste gepflogen und erhalten werden; die Erfahrung zeiget leider, dass selbe kaum und nur in den besten Jahren zu Aushaltung des dermaligen Viehstandes hinlänglich, dass wenig oder kein Vorrath für alle sich erreigende Fälle anzuhofen, dass das Heu von mittelmäsiger, ja vieles gar von schlechtesten Gattung ist, dem Viehe zur wenigen Nahrung dienet. Das Amt hat also in Vorschlag zu bringen, w T ie etwan die dermaligen Wiesen mit möglichsten Wertschaft zu verbessern wären, wie, auf was Art mehrere Wiesen etwan durch Trocknung einiger Teiche, Umänderung der tiefliegenden Feldern und Ilutweiden zu vermehren w T ären, ob nicht zu Erspahrung des Graases Klee und Futterkräuter gesäet und angebaut werden könnte, wieviel Grund selbes bey jeden Hof vorzuschlagen vermeinen, selber hat aber den Bedacht zu nehmen, dass die in Zins verlassene Wiesen nach und nach anheim genommen .. Nahrung .. ist (den Wiesen) zu verschafen und konnte dienlich seyn, wenn nach Abnehmung des Grommet das Vieh auf solche, statt der dorren und wenig Nahrung gebende Hutweiden getrieben, wenn auf solche, besonders, wo Vertiefungen seyen, etwas Schlamm und gute Erde geführet, die gar ausgesauerte Plätze etwas umgestochen und mit Hünblumen besäet wurden ... — Hornvieh : Ich habe in mehreren Höfen schlechtes, altes und mageres Vieh angetrofen .. Die gute Nahrung und Pflege des Viehes ist nicht allein nothwendig zu selber Erhaltung, sondern auch zu Nutzbringung und Vermehrung des Dungers .. Je mehr Dunger gesammelt wird, je besser werden die Felder können gespeiset und genähret, und also zu besseren Erträgnus gebracht werden.