Matolcsi János szerk.: A Magyar Mezőgazdasági Múzeum Közleményei 1967-1968 (Budapest, 1968)
Überreste von Haustieren aus dem Zeitalter der A waren in Gyenesdiás
skythischen Pferde im Wesentlichen übereinstimmen (Tabelle 4). Die absoluten Masse der Knochen sind in den Tabellen 5—20 zusammengefasst. Aus den Daten wird vom Verfasser festgesetzt, dass aus der Ähnlichkeit zwischen den skytischen Pferden und den Pferden aus der Zeit der Völkerwanderung nicht nur auf eine Gleichheit der Typen, sondern auch auf eine verwandschaftliche, bzw. genetische Verbindung gefolgert werden kann. Bind — Bos taurus L. In der Mehrzahl der Gräber des Gräberfeldes haben sich die Femora des Rindes der Bestattungsart entsprechend wiederholt. Diese sind nach Lebensalter und Geschlecht verschieden, die Länge bei den adulten Individuen erreicht jedoch nur 68—84 % der Femora des heutigen Rindes. Aus der Länge der Feinurs zieht der Verfasser Schlüsse auf die Länge des ganzen Gliedes und auf die Widerristhöhe der Tiere. Er gründet seine Schlussfolgerimgeii auf die Untesurchung, welche er an 12 verschiedenen Rassen angehörenden, rezenten Rindern selbst durchführte, gelegentlich welcher es sich herausstellte, dass sich die grösste Länge der Femurs auf 29,7—33,2% der Widerristhöhe belief. Hieraus gerechnet beträgt die Widerristhöhe das 3,0- bis 3,3-fache der Femurlänge. Wenn wir den Geschlechts-Dimorphismus unberücksichtigt lassen, erhalten wir die Widerristhöhe des Tieres durch die Multiplizierung der Femurlänge mit dem 3,23 Koeffizient. Die auf diese Weise ausgerechnete Widerristhöhe des Gyenesdiáser Rindes aus dem Awarenzeit alter variierte zwischen 97,8 und 119,5 cm. Rinder mit einem ähnlich kleinen Körper winden aus zahlreichen östlichen und westlichen mittelalterlichen Fundorten nachgewiesen . Schaf — Ovis aries L. Im allgemeinen befanden sich mit dem Schädel begrabene distale Extremitätteile in den Gräbern. Aus dem Gebiss und Knochenbau kann festgesetzt werden, dass die grosse Mehrheit der Tiere aus jungen, 1—2 Jahr alten Individuen bestehen konnte. Bei Beurteilung des Typus der Schafe stellt der Verfasser zwei Alternativen auf: sie konnten entweder die Vertreter einer Varietät sein, welche sich im Karpatenbecken aus dem sog. einheitlichen europäischen Schaf ausgestaltete, oder können solche als späte Nachkommen des aus der Urzeit nachgewiesenen Torfschafes (Ovis aries 'palustris Rütimeyerj betrachtet werden. Diese Voraussetzungen stammen aus dem Urnstand, dass die Gyenesdiás-Schafe schwach entwickelte Hornzapfen, mit ovaler Basis, besitzen. Erwachsene Tiere hatten eine Widerristhöhe von 56,6—65,7 cm, waren also grösser, als in den sonstigen, in ungarischen und manchen mitteleuropäischen Fundorten konstatierten Fällen. Letzten Endes unterschieden sie sich in Grösse kaum von den heutigen Schafen von mittlerer Grösse. Ziege — Capra hircus L. Ziegenknochen waren in nicht mehr, als einem Grab zu finden Im Grabe lag eine junges, männliches Tier mit stark entwickelten Hornzapfen, deren Basisumfang als 129 mm ermittelt wurde. Die Atlas- und Epistropheus-Masse sind in Tabellen 31—32 angeführt. Obwohl das Tier noch jung war, kann es festgestellt werden, dass es eine beträchtliche Körpergrösse hatte. Verglichen mit mittelalterlichen Ziegen wäre er in der Mitte ihrer Variationsbreite gewesen. Neben den Hornzapfenmassen wird es auch dadurch gezeigt, dass die Länge der Atlasflügel um 41 und die des Epistropheuskörpers um 57 mm war. Haushuhn — Gallus gallus dorn.Brisson. In beinahe einem Viertel der Gräber, insgesamt in 10 Gräbern, befanden sich Hühnerknochen und Eneste. Es kann festgestellt werden, d ass im Zeitalter der Awaren das Huhn eine bedeutende Rolle im Leben der Bewohner von Gyenesdiás spielte und das Hühnerfleisch zu den besonders geschätzen Nahrungen gehörte. Die zum Vorschein gekommenen Hühnerknochen werden vom Verfasser mit den Knochen von 6 verschiedenen Rassen angehörenden Hühnern (3 Hähne, 3 Hennen) verglichen und es wird nachgewiesen, dass die Humeri aus der Awarenzeit 66,8—80,0 %, die Femora 72—77 % und Tibiotarsus 78 % der gegenwärtigen erreichen. Der geschlechtliche Dimorphismus ist an den rezenten Skeletten und an denen aus der Awarenzeit in gleicher Weise ausgedrückt, woraus hervorgeht, dass auch die Hähne der Awarenzeit bedeutend