Technikatörténeti szemle 18. (1990-1991)

TANULMÁNYOK - Vámos Éva Katalin: Ein deutscher Unternehmer in der ungarischen Lebensmittelindustrie (Wilhelm Leipziger 1840–1913)

ÉVA KATALIN VÁMOS* EIN DEUTSCHER UNTERNEHMER IN DER UNGARISCHEN LEBENSMITTELINDUSTRIE (Wilhelm Leipziger 1840—1913)** Unmittelbar nach dem Ausgleich stellte^ Ungarn für ausländische Un­ternehmer einen nach raschen politischen .Änderungen eröffneten Schaup­latz neuer wirtschaftlicher Möglichkeiten dar. Die Lebensmittelindustrie galt in den ersten zwei Jahrzehnten der Doppelmonarchie als leitender Zweig der ungarischen Industrie. Die ungarische Fabrikindustrie wurde in den 1880­er Jahren unbestreitbar durch das Vorwiegen der Lebensmittelindustrie ge­kennzeichnet, obwohl sich diese Lage bis zur Jahrhundertwende geändert hat. Gerade deshalb ist es vieheicht verständlich, daß mehrere bedeutende deutsche Unternehmer der ungarischen Lebensmittelindustrie ihre ersten Bet­riebe in Ungarn in den Jahren 1867—68 kauften (1). Wilhelm Leipziger (geb. Preussisch-Schlesien, 1806. 1840, gest. Buda­pest, 31. 01. 1913) war mit 24 Jahren Betriebsleiter an der Breslauer Fab­rik von Karl Friedenthal. Er überredete seinen damaligen Arbeitgeber Karl Friedenthal, nach Bres­lau und Trient auch auf dem Gebiet des heutigen Budapest einen Betrieb zu kaufen. Dieser erste Betrieb, die Linzersche Sphitusfabrik, die bereits am Anfang des XIX. Jh. in Betrieb war, befand sich auf der Vaci-Straße. Später erhielt Friedenthal in Preußen ein Minister-Portefeuille und überließ die Leitung seiner Betriebe seinen Geschäftsführern. Diese waren: Grunwald in Breslau, Napp in Trient und Leipziger in Budapest (2). Die Geschichte der erst später, ebenfalls auf dem Gebiet des heutigen Budapest, in Óbu­da (Folyamőr-Gasse 11) befindlichen und heute noch bestehenden Fabrik laßt sich von da an in folgenden Jahreszahlen zusammenfassen: von 1874 an Grunwald und Komp. von 1879 an Spritusfabrik Óbuda, mit angeschlossenem Maststall von 1889 an Genehmigung zur Pottaschefabrikation 1892 offene Handelsgesellschaft 1896 Genehmigung zur Essigfabrikation 1897 Sphitusfabrik Wilhelm Leipziger (3). •Országos Műszaki Múzeum, 1117 Budapest, Kaposvár u. 13—15. «Verfaßt im Rahmen des Forschungsprojektes "Untersuchung der Geschichte der deutsch — ungarischen naturwissenschaftlichen und technischen Beziehungen" unterstüzt vom Staatskomitee für technische Entwicklung, Budapest

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