Technikatörténeti szemle 9. (1977)

A MÉRÉS ÉS A MÉRTÉK AZ EMBERI MŰVELŐDÉSBEN című konferencián Budapesten 1976. április 27–30-án elhangzott előadások I. rész - Hauser, W.–Klages, H.: A Physikalisch-technisches Reichsanstalt metrológiai feladatai

Die technische Abteilung sollte also in den Bereichen Materialprüfung, Normung von Bautelein sowie Eich- und Prüfwesen tätig werden. Das ist schon eine gewisse Spezialisierung von dem fast universalen Aufgabenkatalog des ersten Entwurfes zu den späteren Kernarbeitsbereichen der Reichsanstalt. Die in dieser Denkschrift vorgeschlagene Gliederung der Reichsanstalt in eine wissenschaftliche und eine technische Abteilung und die diesen Abteilungen zugedachten Aufgaben sind in die erste, 1888 erlassene Geschäftsordnung auf­genommen worden und bildeten die Grundlage für die 1887 begonnene Arbeit der PTR. Die Reichsanstalt erhielt sehr bald eine Fülle von Prüfungs- und Unter­suchungsaufgaben. Die wissenschaftliche Abteilung war hauptsächlich mit vor­bereitenden Untersuchungen für die Prüfungsaufgaben der technischen Abtei­lung beschäftigt. Sie bestimmte die Ausdehnung von Glas, Wasser und Queck­silber, eine Aufgabe, die eigentlich für die technische Abteilung vorgesehen war. Weiter wurden Normal—Quecksilber widerstände für die Prüfarbeiten der technischen Abteilung hergestellt und barometrische Untersuchungen durch­geführt. Aus dem von Helmholtz vorgeschlagenen wissenschaftlichen Aufga­benkatalog konnten nur die thermodynamischen Untersuchungen mit dem Schwerpunkt Thermometrie und die Arbeiten über elektrische Maßeinheiten in Angriff genommen werden. Die technische Abteilung führte Abgleichungen von Lehren durch, stellte Normen für Schraubengewinde auf und stellte die entsprechenden Originalboh­rer her. Der größte Teil der Arbeitszeit galt der Prüfung und Beglaubigung von Thermometern, Widerständen, Strom- und Spannungsmessern, Polarisations­instrumenten sowie Glüh- und Bogenlampen. Die thermometrischen Arbeiten knüpften an die Untersuchungen an, die vor Errichtung der Reichsanstalt durch die Kaiserliche Normal—Aichungs— Kommission in Verbindung mit dem glastechnischen Laboratorium in Jena ausgeführt worden waren und die nach Entwicklung eines für thermometrische Zwecke geeigneten Glases 1885 zur amtlichen Prüf- und Beglaubigungspflicht für medizinische Thermometer geführt hatten. Diese Prüfungsaufgaben gingen auf die Reichsanstalt über. Von der Kaiserlichen Normal—Eichungs—Kommis­sion hat die Reichsanstalt auch die Prüfung und Beglaubigung von Petroleum­probern, bei denen die Entflammbarkeit von Petroleum bestimmt wird, und die Beglaubigung der Schmelztemperaturen von Legierungsringen für Dampf­kessel-Sicherheitsapparate übernommen. Im „Gesetz, betreffend die elektrischen Maßeinheiten" von 1898 wurde ihr die Darstellung der elektrischen Einhei­ten Ohm und Ampere sowie die amtliche Prüfung und Beglaubigung elektri­scher Meßgeräte übertragen. Die an die PTR herangetragenen Aufgaben zeigten, daß für die Weiter­entwicklung von Industrie und Wissenschaft zunächst die Grundlagen der Meß­und Prüftechnik gelegt und Kenntnisse über die Eigenschaften der verwen­deten Materialien gewonnen werden mußten. Die für die Anstalt vorgesehe­nen Aufgaben der reinen und der produktionsorientierten Forschung mußten dem gegenüber zurücktreten. Sie sind zwar in einem gewissen Umfang in der Reichsanstalt ausgeführt worden, aber die wissenschaftlichen und technischen Aufgaben im Bereich der Maßenheiten und der Meßtechnik waren bis zum

Next

/
Thumbnails
Contents