Technikatörténeti szemle 8. (1975-76)

A TECHNIKA FEJLŐDÉSÉNEK NÉHÁNY VONÁSA KÖZÉP-EURÓPÁBAN 1700–1848 KÖZÖTT CÍMŰ KONFERENCIÁN 1974. NOVEMBER 19/20. ELHANGZOTT ELŐADÁSOK - J. Novák: Die Bedeutung der Wasserenergie für die Entwicklung des Bergbaus in Europa in der Epoche des Feudalismus

wurde ,iur im Harzer und im Freiberger Bergbauerevier Wasser aus fremdem Fluss­gebieten gesammelt. Neben den mit Schachtgestangen versehenen Wasserhebungs­maschinen wiesen die Pochwerke den grössten Verbrauch des aufgespeicherten Wassers auf. Eine kleinere Wassermenge wurde durch die mit Wasserradern angetriebenen T Wasserhebungs- und Fördermaschinen verbraucht. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts sank der jährliche Wasserverbrauch in den Bergbetrieben des Erzreviers von Banskä Stiavniea nie unter 6 Millionen m 3 . Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts war das Wasser aus den Wasserbehältern von Banskä Stiavniea die wichtigste Energiequelle und der bedeutsamste technologische Faktor des Bergbaus in diesem Erzrevier. Die Menge der in den mit Wasser angetriebenen Pochwerken aufbereiteten Erze sank bis zum Ende des 19. Jahrhunderts nie unter 400 000 q jährlich, ja es gab Jahre, in denen diese Menge die doppelte, oder noch grösser war! Das Wasser aus den in der Umgebung von Banskä Stiavniea liegenden Wasser­behältern hat den Bergbau dieses Erzreviers gerettet. Während man noch im Jahre 1710 die Auflassung dieser Bergwerke wegen der allzuhohen Betriebskosten erwägte, konnte man schon in der Mitte des 18. Jahrhunderts - dank der Errichtung von neuen, durch die Wasserenergie betriebenen Wasserhebungsmaschinen, zu welchen das Trieb­wasser aus den neu angelegten, oder aus den vergrösserten Wasserbehältern zugelei­tet wurde, und dank der ausreichenden Wassermenge für Dutzende von Pochwerken ­eine so hohe Produktion erreichen, die nach wie vor nie überschritten wurde. In den Jahren 1740-1760 machte die Produktion der Ärarlal- und Privatbergwerke ungefähr 475 Tonnen Silber und 14 Tonnen Gold aus. Die Silberproduktion des Reviers war in jener Zeit auch in europäischen Relationen eine der bedeutsamsten. Nach dem Prin­zip der Nutzung des Wassers als einer Energiequelle sind in Banskä Stiavniea in der Mitte des 18. Jahrhunderts Wasserhebungsmaschinen konstruiert worden, die damals den besten Wirkungsgrad in der Welt aufwiesen. Besonders die Wassersäulenmaschlne gewann immer mehr und mehr Boden und verbreitete sich auch in den übrigen Berg­baurevieren Europas/Böhmen, Deutschland, Frankreich, England, Norwegen u. a.m.. Die hierortige Technik der Erzgewinnung, der Wasserhebung, der Erzaufbereitung und des Schelmzens Im 18. Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gehörte zu den besten nicht nur in Europa, sondern in vielen Fällen auch in der gan­zen Welt. Seit 1764 war Banskä Stiavniea der Siz und die Wirkungsstätte der ersten Montanhochschule der Welt, die den Charakter einer Akademie besass. Unter den 12 grössten, bis zum Ende des 18. Jahrhunderts in Europa errichteten, dem Bergbau dienenden Wasserbehältern gehören mehr als die Hälfte (7) dem Erz­bergbaurevier von Banksä Stiavniea an. Was die Dammhöhe der bergbaulichen Wasser­behälter angelangt, ist der Anteil zugunsten der Wasserbehälter aus der Umgebung von Banskä Stiavniea noch vorteilhafter. Die drei höchsten, in der erörterten Epoche gebauten Wasserbehälterdämme sind in Erzbergbaurevier von Banskä Stiavniea errich­tet worden: es sind der Pocuvadloer Damm mit 29, 6 m, der Damm des Grossen Reichauer Stausees mit 23,4 m und der Damm des Rossgrunder Wasserbehälters mit seinen 23,2 m. Unter den 10 höchsten Dämmen gibt es sogar nur einen, der ausser­halb des Erzreviers von Banskä Stiavniea errichtet worden ist (den Damm des Oder­teichs im Harz, BRD). Bis zur Vollendung der Talsperre von Meurad (Frankreich) im Jahre 1855 galt der Rossgrunder Wasserbehälter als der auf die gewagteste Welse konstruierte Stausee in der Welt. Der Rossgrunder Wasserbehälter stellt auch vom Gesichtspunkte der neuzeitlichen oekonomisch-technischen Anforderungen eine ausser­ordentlich progressive technische Leistung angesichts der Lösung des Dammgefälles 241

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