Weiner Mihályné szerk.: Az Iparművészeti Múzeum Évkönyvei 9. (Budapest, 1966)

IPARMŰVÉSZETI MÚZEUM — MUSÉE DES ARTS DECORATIFS - Héjj-Détári, Angéla: Der „Matthias Corvinus-Pokal" und Endres Dürer, der „Meister mit Rosette"

3. Unterteil des beschädigten Matthias-Pokals Die Wiederherstellung des deformierten Kunstwerkes, die Restaurierung des zusammengedrückten Sockels, der Kuppe und des Deckels, die Ebenung des verbogenen Stiels, das Zurechttreiben der eingedrückten Blasen, die verbo­gene Achse wieder gerade zu machen und die teilweise abgerissenen Ränder des Sockels zu ergänzen, waren eine langwierige, mühsame Arbeit. Der ganze Pokal mußte zu seinen Elementen zerlegt werden, die Verzierungen mußte man abnehmen, um ihn mit Erfolg wiederherstellen zu können 11 (Abb. 4—6). 1961 haben wir das Stück, während seiner Restaurierung, untersucht, und hatten dabei Gelegenheit zu einer eingehenden Analyse. Nach einer Analyse der Verzierungen des Matthias-Pokals kann man feststellen, daß die Blumen- und Ranken Verzierungen, die zwischen den Blasen des Sockels, unterhalb der gegossenen Manschette des Stieles, bei der Basis und 11 Die große Umsicht und Fertigkeit beanspruchende Arbeit des Demontierens und Restaurierens führte Joachim Szvetnik, Goldschmiederestaurator aus. Er hatte das Stück, dem Beschluß eines aus Experten bestehenden Komittees gemäß, ohne Wärmebehandlung wieder geradezumachen und die Blasen zu ihrer Originalform zu­rechtzutreiben. Außerdem mußte er in den beschädigten Sockel eine der ursprünglichen Form entsprechende, sich dieser vollständig anpassende Einlage einsetzen und in den Stiel eine Silberröhre montieren, um den Bestand aufrechtzuerhalten und die Stabilität des Objektes zu sichern. Das nach vollständiger Reinigung wieder zusammengestellte Objekt erhielte seine ursprüngliche Form wieder.

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