Hausner Gábor - Kincses Katalin Mária - Veszprémy László szerk.: A Hadtörténeti Múzeum Értesítője = Acta Musei Militaris in Hungaria. 5. (Budapest, 2002)

TANULMÁNYOK - KINCSES KATALIN MÁRIA: "Rákóczi hamvait végre hazahozzuk... "

„DIE STERBLICHEN ÜBERRESTE VON RÁKÓCZI GELANGEN ENDLICH NACH HAUSE..." Am Ende Oktober - Anfang November 1906 wurden die sterblichen Überreste von Ferenc Rákóczi II. (1676-1735), dem Fürst von Siebenbürgen und seinen Kameraden im Exil (seiner Mutter, Ilona Zrínyi, seinem älteren Sohn, József Rákóczi, dem Fürsten Imre Thököly, den Soldaten von hohem Rang, Beamten sowie Teilnehmern des Freiheitskampfes, dem Oberinten­dant Miklós Bercsényi, seiner Frau Krisztina Csáky, dem Regimenthauptmann Miklós Sibrik, dem Hauptmann Ádám Vay, dem General Antal Esterházy) heimgeführt und in Ungarn wieder begraben, nachdem ihre Grabstätten in der Türkei und in Poland geöffnet worden waren. Die Studie fasst die ersten Ergebnisse einer größeren Forschungsserie bezüglich der Problematik des Rákóczi-Kult und Rákóczi-Erbe zusammen. Die Heimführung der sterblichen Überresten 1906 und die denen begleitenden Protokollfeierlichkeiten sind die wichtigsten Episoden im Rákóczi-Kult des 20en Jahrhunderts. Genau deswegen veröffentlicht der Verfasser, nach dem Zusammenfassung ihrer Forschungsergebnisse, die bis jetzt wenig oder gar nicht bekannten Episoden im Zusammenhang der Heimführung, und analisiert die zur Verfügung stehenden Archivalien. Der erste Teil der Studie beschreibt die Heimführung ausführlich, beziehungsweise deren Vorgeschichte von den 1860er Jahren bis zum Herbst 1906. Sie verfolgt die innenpolitischen Episoden der Reihenfolge von Geschehnisse, die Reaktionen der nach­einander folgenden Regierungen im Interesse der Heirnführung sowie die Tätigkeit der mit dieser Aufgabe beauftragten staatlichen Beamten und stellt die Gesichtspunkte der verschie­denen wissenschaftlichen Organen bezüglich der Öffnung der Grabstätten, der zukünftigen Grabmäler und der Prozedur der Heimführung dar. Obwohl der Meinung des Verfassers nach die Heirnführung der sterblichen Resten zum Teil aus ausgefächerter gesellschaftlicher Initiative hervorging, verbindet sich jedoch nicht mit dem im ersten Hälfte des 18en Jahrhunderts gebildeten und - als initiative historische Kraft - bis zum 20en Jahrhundert lebendig geblie­benen Rákóczi-Erbe. Im nächsten Teil beschreibt der Autor durch Begleiten des Weges der Heimkehrung der sterblichen Überreste in Ungarn, die staatlichen Protokollgeschehnisse, die Reihenfolge der Feierlichkeiten in Budapest, Kassa und Késmárk, stellt die Informations- und Werbeblätter dar, in deren Orientierung die Beilagen zur Studie helfen.

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