Hetés Tibor - Makai Ágnes szerk.: A Hadtörténeti Múzeum Értesítője 2. (Budapest, 1987)

VÁGÓ ERZSÉBET: A Magyar Királyi Nemesi Testőrség 1869. M. tiszti díszatillájának restaurálása

ERZSÉBET VÁGÓ DIE RESTAURIERUNG EINER OFFIZIERS-PARADEATTDLA M. 1869 DER KÖNIGLICHEN UNGARISCHEN LED3GARDE Zusammenfassung Die Geschichte der ungarischen leib­garde kann man auf drei Abschnitte teilen. Der Erste, von Maria Theresia 1760 gegründet, dauert bis 1850. Der Zweite gehört der Königlichen Ungari­schen Leibgarde von 1867 bis 1918 (aus diesem Zeitraum stammt auch unser Stück); der Dritte gehört der Königli­chen Ungarischen Trabantenleibgarde von 1904 bis ebenfalls 1918. Die Paradeattila ist ein Teil des Ma­terials, dass noch vor dem zweiten Weltkriege vom Museum gesammelt wurde. Wir besitzen keine genauen An­gaben über die Umstände der Be­schaffung, denn ein Teil unserer Akten wurde während des Krieges vernichtet. Der Uniformteil wurde absichtlich ver­stümmelt. Es fehlen beide Ärmeln, ein Teil des Rückens mit der Schnürung; das feine scharlachrote Tuch vom Vor­derteil wurde aber auch herausge­schnitten. Die Wollteile der Attila wa­ren mottenzerfressen, besonders an den Schnüren. Von dem Innenfutter blie­ben nur noch Bruchteile übrig. Vor der Reinigung und Restaurie­rung unternahmen wir verschiedene Materialuntersuchungen (Metall-, Fa­serstoff-, mikroskopische- und Farben­untersuchungen). Wir nahmen mit Be­achtung der Ergebnissen eine chemi­sche Reinigung; verwendeten zur Er­setzung Wollstoffe, Kanaleinen, Seide, Watte und zum Nähen Seide- und Baumwollfaden. Die Ersetzungen wur­den nach einem im Voraus gemachten Schnittmuster vorgenommen. Zuerst haben wir immer die Futterung zu­sammengenäht, darauf wurden die feh­lenden Wollteile befestigt. Die motten­zerfressene Löcher haben wir durch Einsetzen und Vernehen „verschwin­den lassen", zum Schluss haben wir die Innenseite an den Schnittlinien der Attila mit roter Seide bezogen. Die Schnürung der Attila wurde nach einem Foto des Buches „Adjustierungs- und Rüstungsvorschrift für die k. ung. Leibgarde" vorgenommen. Wegen Ma­terialmangel ist die Schnürung der Ärmeln und des Rückens weggeblie­ben.

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