Molnár Pál szerk.: Az Országos Hadtörténeti Múzeum Értesítője 1. (Budapest, 1971)

PONGÓ JÁNOS: Az Országos Hadtörténeti Múzeum története I. rész

risches Kriegsarchiv. Etatsmässig soll­ten für die ersten Auslagen 25 Mil­lionen Kronen zur Verfügung stehen. Das Gebäude des Museums war auf den Geliertberg geplant, wo die Haupt­stadt das Grundstück unentgeltlich anbot. Zum fertigen Plan fehlte nur noch die Genehmigung des Herrschers, wozu es im Herbst 1918 wegen der revolutionären Ereignisse nicht mehr kam. Der Zerfall der Monarchie und die Unabhängigkeit des Landes mach­ten diese Allerhöchste Genehmigung überflüssig, und zwei Wochen nach dem Sieg der bürgerlich-demokrati­schen Revolution, trotz der schweren innenpolitischen Verhältnisse, wurde diese alte Forderung verwirklicht. Zur Zeit, als die Regierungen ihre Verhandlungen führten, wurden — sich um den Widerstand W 7 iens nicht kümmernd — im Stillen die Grund­lagen gelegt, und als im November 1918 das grösste Hindernis wegge­räumt war, kam unter dem Namen Kriegsgeschichtliches Archiv und Mu­seum eine neue wissenschaftliche und kulturelle Institution zustande. Eine Gründungsurkunde wurde wahrscheinlich nicht angefertigt. Die Bekanntmachung der Gründung ging auch ohne jedes Zeremoniell im No­vember 1918 vor sich. Die organisato­rische Basis war die Abteilung 1/a des Landesverteidigungsministeriums; in­nerhalb dieser wurde die im November 1915 gegründete Archiv-Unterabtei­lung aufgestellt und dann zum Archiv und Museum erweitert. Das erste schriftliche Dokument, woraus auf die Gründung des Mu­seums zu folgern ist, ist eine Ver­ordnung vom 20. November 1918, in der Oberstleutnant Jänos Gabänyi, der Leiter der bisherigen Archiv­Unterabteilung, alle militärischen Ein­heiten und Organe aufrief, kriegs­geschichtliches Material zu sammeln und der Nachwelt zu bewahren. Die ersten konkreten Belege, welche über die Gründung des Museums schon als Tatsache berichten, stammen aus einem Briefentwurf vom 14. Januar 1919. Der Leiter des Archivs und Museums, Oberstleutnant Jänos Ga­bänyi, sucht einen Kontakt mit dem Leiter des Komitees zur Übergabe der in Wien befindlichen ungarischen Schätze und Akten. In diesem Brief wird berichtet, dass Gabänyi im November 1918 mit der Leitung des Kriegsgeschichtlichen Archivs und Museums beauftragt wurde und in dieser Eigenschaft den Kontakt mit dem Komitee aufnehmen wolle und um Unterstützung bitte. Die erwähnte Archiv-Unterabtei­lung hatte die Aufgabe, von den Operations-Schriften, die dem Kriegs­archiv in Wien übergeben werden sollten, Kopien anzufertigen. Die Un­terabteilung sammelte von Anfang an militärische Gegenstände, unter an­derem Fotos, Gemälde, Soldatenlie­der, Fahnen, Erinnerungsmedaillen, Abzeichen, Kriegsgefangenen-Geld­scheine, später auch Waffen, usw. Die neue Institution wurde in der Budaer Festung — im Gebäude des Nationalarchivs — untergebracht, ihr Personalstand betrug im Dezember 1918 13 Offiziere, 63 Schreiber, Gra­phiker und Maschinenschreiber bzw. 9 Ordonnanzen, von denen 18 zum Museum gehörten. Obzwar die finanziellen Schwierig­keiten auch zur Zeit der Räterepublik bestanden, sorgte das Kriegskommis­sariat innerhalb des entstandenen Rahmens für die Tätigkeit des Mu­seums. Die ersten Angaben über die

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