Molnár Pál szerk.: Az Országos Hadtörténeti Múzeum Értesítője 1. (Budapest, 1971)

PONGÓ JÁNOS: Az Országos Hadtörténeti Múzeum története I. rész

JÄNOS POXGÖr DIE GESCHICHTE DES KRIEGS GESCHICHTLICHEN LANDESMUSEUMS 1. TEIL. VON DER GRÜNDUNG BJS ZUM PTN DE DES ZWEITEN WELTKRIEGEN Resümee Der Gedanke des institutionellen Sammeins kriegsgeschichtlicher Tro­phäen und das Aufstellen eines unga­rischen Kriegsmuseums ist schon 1867, zur Zeit des Ausgleiches aufgetaucht, es musste aber noch ein halbes Jahr­hundert vergehen, bis der Herrscher der Österreich-Ungarischen Monar­chie seine Zusage zur Gründung dieser Institution gab. Das grundlegende Hindernis ist in den für Ungarn sehr nachteiligen staatsrechtlichen Bin­dungen zu suchen, die das Land an Österreich knüpften. Der Wiener Hof hinderte alle nationalen Bestrebun­gen, besonders jene, die mit dem Heer verbunden waren. Die Sache des Museums wurde leider auch in diese Kategorie eingeteilt. Eür die Verzögerung müssen auch die ungarischen regierenden Klassen verantwortlich gemacht werden. Die zur Verfügung stehenden Belege lassen darauf schliessen, dass die zuständigen Behörden diese Sache im Rahmen der Loyalität lösen wollten, ihr Bemühen kann mit unbegründeter Vorsicht, ja Furcht und Unentschlossen hei t cha­rakterisiert werden, und so bedeutete es dem Wiener Hof keine besondere Schwierigkeit die Sache zu verhindern, oder wenigstens zu verzögern. Aufsätze und Studien in verschiede­nen — besonders militärischen — Zeitschriften pflegten den Gedanken eines Kriegs museums. Ausserdem brachten sich fallweise bietende Gele­genheiten die Sache des Kriegsmu­seums zur Sprache, und dieser Ge­danke wurde in der öffentlichen .Meinung vermutlich auch in sonstigen Formen gepflegt. In den Katonai Lapok (Militärblätter) vom 16. Ja­nuar 1886 ist zu lesen, dass man im Kreise der Jugend den Kampfgeist festigen müsse, damit sie in militäri­scher Bildung hinter anderen Natio­nen nicht zurückbleibe. Und das kann besonders durch eine Institution ge­schehen, in der die grossen Taten der Ahnen als Beispiel wirken, wo Ex­ponate und Trophäen mit dem ungari­schen Heer und seiner Tapferkeit verbunden sind.

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