Tanulmányok Budapest Múltjából 22. (1988)
SZEMLE – RUNDSCHAU - K. Végh Katalin: A Budapesti Történeti Múzeum Adattárának intézménytörténeti gyűjteménye és a közelgő múzeumi évfordulók = Institutionsgeschichtliche Sammlung des Historischen Museums der Stadt Budapest und die Jahrestage des Museums der nächsten Zeit 583-593
1988: In diesem Jahr sind es 100 Jahre her, daß in der Krempl-Mühledie AquincumAusstellung eröffnet wurde. 50. Jahrestag des Todes von Bálint Kuzsinszky, dem ersten Direktor des Hauptstädtischen Museums, 100. Jahrestag der Geburt von Henrik Horváth, dem Schöpfer und Leiter der mittelalterlichen Sammlung. Diese Jahrestage bewegen uns dazu, unsere Sammlungen und die Möglichkeiten des Gedenkens zu überdenken und gleichzeitig auch unsere weiteren Aufgaben zu umreißen. In den Tätigkeitsbereich unserer im Jahr 1977 errichteten Datensammlung gehört — über die archäologische Datensammlungsarbeit hinausgehend — auch das Zustandebringen einer institutionsgeschichtlichen Sammlung. In der vergangenen Periode erforschten und sammelten wir das in unserem Museum zumeist herrenlose, in vielen Fällen dem Untergang preisgegebene Material und machten es erforschbar. Heute können derartige Dokumente nur noch zufällig zum Vorschein kommen, ansonsten vermehrt sich unsere Sammlung durch äußere Spenden oder Käufe. Unsere institutionsgeschichtliche Sammlung besteht aus vier Gruppen: Dokumentations- und Fotonegativsammlung, Schriftenmaterial der Archivverwaltung, Pressematerial, das sich mit unserer Institution befaßt, Verlassenschaften (die sich der Geschichte unserer Institution, beziehungsweise unserer archäologischen Tätigkeit anschließen). Die Vermehrung und datensammlerische Bearbeitung letzterer Gruppe ist unsere größte Sorge, ihre Bedeutung hingegen geht über unsere Institution hinaus, da ein Teil der Verlassenschaften gleichzeitig auch wichtige wissenschaftsgeschichtliche Dokumente liefert. Von größter Bedeutung sind die Verlassenschaften unserer einstigen Direktoren Bálint Kuzsinszky (1864-1938) und Lajos Nagy (1897-1946) der Gelehrten der Archäologie aus der Römerzeit von internationalem Ruf. Beide Verlassenschaften gerieten in mehreren Raten durch Sammlung, Ankauf und Spende in die Datensammlung, doch können wir sie auch heute noch nicht für vollständig betrachten. Auch die Verlassenschaft von Sándor Garády (1871 — 1944), dem hervorragenden Erforscher der Denkmäler der Hauptstadt aus dem Mittelalter, verwahrt unsere Datensammlung. Ein Mangel unserer Sammlung ist, daß wir nicht über das Dokumentenmaterial im Zusammenhang mit mehreren bedeutenden Gestalten unserer Institution verfügen, und es hat den Anschein, daß diese Mängel nicht ersetzbar sind. So verfügen wir über Sándor Gömöri Havas (1824—1894) Henrik Horváth (1888-1941) Arnold Schoen (1887-1973) und Jenő Kopp (1900-1977) ausser ihrer fachliterarischen Tätigkeit nur durch die archivalischen Verwaltungsakten Angaben. Eine weitere planmäßige Ergänzung unsere Institutionsgeschichtlichen Sammlung ist nur auf eine Art und Weise möglich: durch die Sammlung der Angaben des anderwärts verwahrten und registrierten einschlägigen Materials. Wir setzen zu unserem Ziel, daß die notwendigsten Daten, die sich auf die Geschichte unserer Institution beziehen, an einem Ort, in der Datensammlung auffindbar seien. Die Sammelarbeit haben wir in anderen Sammlungen unseres Museums und im Hauptstädtischen Archiv bereits begonnen. Wir meinen, daß die Datensammlung für gelegentlich der bevorstehenden Jahrestage eventuell zu veranstaltenden Ausstellungen, Publikationen über eine wichtige, brauchbare Sammlung und ein sich fortlaufend vermehrendes Angabenmaterial verfügt. Das Gedenken ist jedoch selbstverständlich Aufgabe der gesamten Institution. 593